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24.01.2017

13:23 Uhr

Flüchtlinge in Deutschland

Polizei plant Aufstockung an südlicher Grenze

Die Bundespolizei richtet sich auf einen dauerhaften Flüchtlingsstrom an der Südgrenze von Deutschland ein und plant daher eine Verdopplung ihrer Personalstärke. Fast täglich werden an der Grenze Schleuser gefasst.

Gegen Flüchtlingsstrom

Wegen Schleuser – Bundespolizei plant deutliche Aufstockung an südlicher Grenze

Gegen Flüchtlingsstrom: Wegen Schleuser – Bundespolizei plant deutliche Aufstockung an südlicher Grenze

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RosenheimDie Bundespolizei richtet sich mit einer geplanten Verdopplung ihrer Personalstärke an der deutschen Südgrenze auf einen dauerhaften Flüchtlingszustrom ein. Im Grenzabschnitt zwischen Lindau am Bodensee und Freilassing gegenüber Salzburg solle die Zahl der ständig stationierten Bundespolizisten in den kommenden Jahren von 550 auf mehr als 1100 aufgestockt werden, sagte der Chef der örtlichen Bundespolizeiinspektion, Reinhard Tomm, am Dienstag in Rosenheim.

Um der Belastung Herr zu werden, sollten zugleich vom Sommer an zwei weitere Inspektionen in Freilassing und Kempten eingerichtet werden, kündigte Tomm an.

Die örtlichen Bundespolizisten werden in diesem Abschnitt bereits von mehr als 100 auswärtigen Kollegen und von rund 60 Landespolizisten unterstützt.

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Die Flüchtlinge kamen am Morgen mit einer Chartermaschine an. Wie beim ersten Abschiebeflug im Dezember waren unter den Ankömmlingen junge Männer, die gut Deutsch sprechen und teilweise jahrelang Arbeit hatten.

Mit 1200 bis 1400 Migranten im Monat verzeichne die Bundespolizei in der Region Rosenheim so viele wie an keinem anderen Grenzabschnitt in Deutschland, sagte Tomm. Rosenheim liege damit noch vor der zweiten deutsch-österreichischen Grenzregion bei Passau. „Diese Entwicklung, denke ich, wird so bleiben“, sagte der Rosenheimer Einsatzleiter Ludger Otto. Mittlerweile verweigere die Polizei 30 bis 50 Prozent von ihnen die Einreise und schicke sie nach Österreich zurück.

Im vergangenen Jahr habe die Bundespolizei allein im Gebiet Rosenheim 77.000 Migranten gezählt, vor allem aus Syrien, Afghanistan, dem Irak, Nigeria und Somalia. Fast täglich würden auf dem 650 Kilometer langen Grenzabschnitt Schleuser gefasst, hinzu kämen jeden Monat im Schnitt rund 400 gesuchte Kriminelle oder Vermisste.

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat angekündigt, die auf dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im September 2015 eingeführten Grenzkontrollen so lange wie nötig zu verlängern. Nach seinen Angaben haben im vergangenen Jahr 280.000 Migranten Asylanträge gestellt.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

25.01.2017, 19:39 Uhr

Wer wagt es Merkels Gäste zu kontrollieren??????

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