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29.09.2014

14:32 Uhr

Flüchtlinge misshandelt

„Widerwärtige Taten“

Berichte über die Misshandlungen von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen sollen „rasch und gründlich“ aufgeklärt werden, fordert die Bundesregierung. Von Berlin aus könnten die Vorgänge aber nicht aufgearbeitet werden.

Sicherheitsleute sollen in der ehemaligen Siegerland-Kaserne in Burbach Flüchtlinge misshandelt und gedemütigt haben. dpa

Sicherheitsleute sollen in der ehemaligen Siegerland-Kaserne in Burbach Flüchtlinge misshandelt und gedemütigt haben.

BerlinDie Bundesregierung reagiert alarmiert auf Berichte über Misshandlungen von Flüchtlingen in Nordrhein-Westfalen. Regierungssprecher Steffen Seibert forderte am Montag, die Vorwürfe müssten vor Ort rasch und gründlich aufgeklärt werden.

„Wenn sich bestätigen würde, was diese Bilder nahelegen, wenn also Flüchtlinge dort tatsächlich misshandelt und gedemütigt worden wären, dann wären das widerwärtige Taten“, unterstrich er. Deutschland sei ein menschenfreundliches Land, im dem die Würde des Menschen geachtet werde.

So kommen die Flüchtlinge nach Europa

Lampedusa

Lampedusa ist ein beliebtes Ziel für Flüchtlingsboote. Die italienische Mittelmeerinsel liegt nahe der nordafrikanischen Küste. Doch es gibt noch andere Routen über die Flüchtlinge nach Europa gelangen.

Quelle: Frontex Annual Risk Analysis 2013

Osteuropäische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 407

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Ukraine: 330
Afghanistan: 52
Vietnam: 47

Balkan-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 5.634

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Afghanistan: 1.693
Syrien: 1.139
Kosovo: 979

Östliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 12.962

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Syrien: 8.241
Afghanistan: 2.488
Somalia: 760

Albanien-Griechenland Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 3.515

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Albanien: 3.466
Mazedonien: 14
Georgien: 13

Apulien und Kalabrien

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 7.751

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Syrien: 3.040
Nigeria: 684
Eritrea: 475

Zentrale Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 56.446

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Eritrea: 17.829

Unbekannt: 9.494
Syrien: 8.588

Westliche Mittelmeer-Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 3.331

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Mali: 783
Kamerun: 730
Guinea: 294

Westafrikanische Route

Irreguläre Grenzübertritte 2014 (Januar-Juni): 146

Top 3-Herkunftsländer der Migranten:
Marokko: 30
Mali: 24
Guinea: 16

Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten sollten, müssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Allerdings könnten die Vorgänge nicht von Berlin aus aufgearbeitet werden.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums verwies ebenfalls auf die Zuständigkeit der Bundesländer für die Asylbewerber. Die Aufklärung und die Konsequenzen aus solchen Taten lägen bei ihnen. Das gelte auch für die Beantwortung der Frage, welche hoheitlichen Aufgaben an private Dienstleister übertragen werden könnten.

In einem Flüchtlingsheim im nordrhein-westfälischen Burbach sollen Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes Asylsuchende mehrfach misshandelt haben. Bilder, die dies belegen sollen, waren in mehreren Zeitungen abgedruckt worden.

Von

rtr

Kommentare (5)

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Herr Mike Maier

29.09.2014, 15:14 Uhr

In einem anderen Zusammenhang spricht man von beschwichtigend von einem Einzelfall.

Also beruhigt euch selbsternannte Gutmenschen, es ist ein bedauerlicher Einzelfall von einem Täter der eigentlich Opfer ist, denn er hatte eine schlimme Kindheit und die Schulbildung wird auch nicht den höchsten Grad haben.

Herr Günther Schemutat

30.09.2014, 07:57 Uhr

Da unsere Multikultivernebelten Politiker Flüchtlinge zusammen legen die nicht zusammen passen,gibt es natürlich Probleme.

Jesiden,Aleviten.Schiiten,Sunniten,Christen,etc plus Afrikaner
kann nicht gutgehen. Es gibt Streit und Prügelein in den Flüchtlingsheimen und schnell bilden sich Banden die mitbestimmen wollen. Das ist nicht anders als in der Türkei,Jordanien etc. Da kann man keine Grünen einsetzen, um die Heime zu bewachen. Am Ende sitzen die Grünen in den Heimen und die Flüchtlinge laufen draußen rum.

Mit anderen Worten an die Medien gerichtet,fragt doch mal die Wachdienste was die so alles erleben. Aber das will natürlich keiner wissen, vor allen nicht der Einheitsbrei in Berlin.

Diese POlitiker sind unfähig dieses Land zu führen. Je schlimmer die Lügen je mehr bauen diese Einheitsbrei Politiker Mist. Da regt sich der MP Albig aus Schleswig Holstein auf das
man aus Beitrittsländern zur EU ihnen nicht die Sinti und Roma abnimmt. Das ist soziale Kälte. ??????

Lieber Albig,jetzt im Herbst stehen viele Hotels leer an Ostsee und Nordsee. Also da passen ein paar tausend Sinti und Roma rein und der MP muss nicht mehr frieren.! Nicht reden..handeln!

Herr Ylander Ylander

30.09.2014, 10:37 Uhr

Das Problem lässt sich einfach lösen: keine Flüchtlinge mehr aufnehmen bzw. sofort abschieben.

Aber das ist natürlich nicht im Interesse der in Deutschland einflussreichen "Sozial"-Mafia.

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