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15.11.2016

18:01 Uhr

Flüchtlingskrise

Berg unerledigter Asylanträge geht zurück

Die Zahl unerledigter Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wird allmählich kleiner. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die in der letzten Septemberwoche begonnen hatte.

Der Innenminister hatte bereits Mitte Oktober von einer „Trendwende“ gesprochen. AFP; Files; Francois Guillot

Thomas de Maiziere

Der Innenminister hatte bereits Mitte Oktober von einer „Trendwende“ gesprochen.

BerlinDer Berg unerledigter Asylanträge wird allmählich kleiner. Ende Oktober lag die Zahl nicht abgearbeiteter Anträge nach Angaben des Bundesinnenministeriums bei rund 547.200. Ende September waren es noch gut 32.000 mehr gewesen. Inzwischen werden somit mehr Verfahren abgeschlossen als neue Anträge gestellt werden.

Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die in der letzten Septemberwoche begonnen hatte. Innenminister Thomas de Maiziere hatte dies Mitte Oktober als „Trendwende“ bezeichnet.

Die Zahl der Asylanträge beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) geht insgesamt zurück. Im Oktober wurden laut Ministerium 32.640 Anträge gestellt, was 40 Prozent weniger waren als im Vorjahresmonat und 57 Prozent weniger als im September diesen Jahres. Alle Asylsuchenden könnten mittlerweile zeitnah zum Zeitpunkt ihrer Einreise nach Deutschland einen förmlichen Asylantrag stellen.

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In den ersten zehn Monaten 2016 hat das Bundesamt 530.000 Entscheidungen getroffen. Dies entspricht einem Anstieg um 158 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres mit 205.200 Entscheidungen. Die zehn wichtigen Herkunftsländer waren Syrien (258.600 Anträge) und Afghanistan (121.870), gefolgt von Irak und Iran.

Im sogenannten Easy-System, dessen Zahlen wegen diverser Ungenauigkeiten stets als zu hoch gelten, wurden von Januar bis Oktober 287.360 Neuzugänge von Migranten von den Bundesländern registriert.

Von

rtr

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