Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.12.2015

08:54 Uhr

Flüchtlingskrise

Kommunen fordern mehr Geld

Bis zu 1,5 Milliarden Euro kostet die Unterbringung von Flüchtlingen im kommenden Jahr. So schätzt es der Städtetag. Um die Kosten stemmen zu können, soll der Bund die Kommunen finanziell unterstützen.

In der zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Turnhalle des Solitude-Gymnasiums in Stuttgart werden Neuankömmlinge geimpft. dpa

Flüchtlinge in Stuttgart

In der zur Flüchtlingsunterkunft umfunktionierten Turnhalle des Solitude-Gymnasiums in Stuttgart werden Neuankömmlinge geimpft.

Die deutschen Städte fordern vom Bund die komplette Übernahme der zusätzlichen Unterkunftskosten im Hartz-IV-System, die durch den Flüchtlingszuzug entstehen. Diese lägen bei 800 Millionen bis 1,5 Milliarden Euro im kommenden Jahr und dürften nicht bei den Städten hängenbleiben, sagte Städtetags-Präsidentin Eva Lohse der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch. Die Kommunen erfüllten bereits viele Aufgaben bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen. „Wir erwarten deshalb, dass der Bund diese Ausgaben nicht zur zu gut einem Drittel trägt, sondern zu hundert Prozent“, sagte die Präsidentin des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen.

Nach Einschätzung des kommunalen Spitzenverbandes nimmt voraussichtlich die Zahl der Hartz-IV-Bezieher 2016 um durchschnittlich 272.000 bis 326.000 erwerbsfähige Personen und ihre Kinder zu, wie das Blatt schreibt. Die Schätzung der Ausgaben von bis zu 1,5 Milliarden Euro beruhe darauf, dass viele Menschen wahrscheinlich noch nach ihrem Asylverfahren längere Zeit in den Flüchtlingsunterkünften oder anderen Übergangslösungen bleiben müssten, solange keine günstigen Mietwohnungen am Wohnungsmarkt frei seien.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×