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07.10.2015

00:51 Uhr

Flüchtlingskrise

Seit Januar über 500.000 illegale EU-Übertritte

Mehr als eine halbe Million Menschen haben seit Januar unerlaubt EU-Außengrenzen überschritten - das besagt ein aktueller Bericht deutscher Behörden. Die meisten Flüchtlinge kommen aus Syrien und Afghanistan.

Laut einem Bericht haben in den ersten acht Monaten des Jahres über 500 000 Menschen illegal EU-Grenzen überschritten. AFP

Flüchtlingskrise

Laut einem Bericht haben in den ersten acht Monaten des Jahres über 500 000 Menschen illegal EU-Grenzen überschritten.

BerlinAn den EU-Außengrenzen gab es einem Zeitungsbericht zufolge seit Beginn des Jahres bereits mehr als 500 000 unerlaubte Grenzübertritte. Von Januar bis August habe es 506.000 unerlaubte Grenzübertritte gegeben, berichtet die „Bild“-Zeitung (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf einen Lagebericht der deutschen Behörden zur Flüchtlingskrise. Das seien fast doppelt so viele wie im Vorjahr.

In dem zitierten „Gasim“-Bericht werden die wichtigsten Erkenntnisse von Bundesnachrichtendienst, Bundeskriminalamt, Verfassungsschutz, Bundespolizei, Auswärtigem Amt, Bundesamt für Migration und dem Zoll dokumentiert. In den 16-seitigen Papier heißt es den Angaben zufolge, dass die meisten Flüchtlinge aus Syrien (60 Prozent) und Afghanistan (18 Prozent) kommen.

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Ein wesentlicher Brennpunkt ist dem Bericht zufolge die türkisch-griechische Seegrenze, über sie reisten laut „Gasim“-Bericht allein von April bis August 210.000 Menschen illegal in die Europäische Union ein. Die Schleusung aus der Türkei führe vorwiegend auf die griechischen Inseln Lesbos und Kos. Danach werde die Reise nach Deutschland in den meisten Fällen über den Westbalkan fortgesetzt. Allein von Januar bis August hätten 155.000 Flüchtlinge diese Route genommen. Das entspräche einer Steigerung von 1300 Prozent zum Vorjahr.

Dagegen war die Zahl der Flüchtlinge, die über den lebensgefährlichen Seeweg von Nordafrika nach Italien kamen, dem Bericht zufolge mit 106.000 Immigranten in der Zeit von Januar bis August im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert.

Von

afp

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