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08.04.2016

09:56 Uhr

Flüchtlingskrise

Zahl der Asylsuchenden sinkt drastisch

Immer weniger Flüchtlinge reisen nach Deutschland ein. Waren es im Dezember noch 120.000 Hilfesuchende, im Januar 90.000 und im Februar 60.000, erreichte deren Zahl im März einen neuen Tiefstand.

Sinkende Flüchtlingszahlen in Deutschland

„Wir wissen nicht, wie sich die Fluchtrouten entwickeln“

Sinkende Flüchtlingszahlen in Deutschland: „Wir wissen nicht, wie sich die Fluchtrouten entwickeln“

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BerlinDie Zahl der Einreisen von Flüchtlingen nach Deutschland ist im März drastisch gesunken. Wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin bekanntgab, wurden im sogenannten Easy-System des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) im vergangenen Monat rund 20.000 Asylsuchende registriert. Im Februar waren es noch rund 60.000 gewesen, im Januar 90.000 und im Dezember 120.000.

Insgesamt haben in Deutschland seit Jahresanfang 181.405 Geflüchtete einen Asylantrag gestellt. Das seien mehr als doppelt so viele wie in den ersten drei Monaten 2015 gewesen, teilte das Innenministerium am Freitag in Berlin mit. Im Vergleich zum Jahresende 2015 sinke die Zahl der Menschen aber, die nach Deutschland kämen, sagte Innenminister Thomas de Maiziere (CDU).

Die Bundespolizei habe von Januar bis März rund 107.000 Flüchtlinge beim Grenzübertritt erfasst. „Auch hier ist der Trend im Jahresverlauf stark rückläufig“, sagte de Maiziere. „Wir sind im Tagesdurchschnitt bei deutlich unter 200 pro Tag.“

Es sei zu früh, für das gesamte laufende Jahr eine Prognose abzugeben. „Wir wissen nicht, wie sich die Umsetzung des Türkei-Griechenland-EU-Abkommens dauerhaft entwickelt“, sagte de Maiziere. Es sei auch nicht einzuschätzen, auf welche Routen Flüchtlinge auswichen. Für die vergangenen Monate zog der Minister eine positive Bilanz: „Die von uns ergriffenen Maßnahmen wirken.“

Im März registrierte das Bundesamt für Migration demnach 59.975 Asylanträge. Entschieden habe die Behörde über 49.303 Anträge. Anders als in den Vormonaten vor März hält die Mehrheit der Deutschen die Zahl der nach Deutschland kommenden Flüchtlinge für verkraftbar. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-„Politbarometer“ sind das 56 Prozent, 40 Prozent sind gegenteiliger Ansicht.

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