Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.05.2016

14:17 Uhr

Flüchtlingsunterkünfte

Deutsche Rote Kreuz fordert besseren Schutz vor Gewalt

Das Rote Kreuz zeigt sich alarmiert über die Sicherheit in den Flüchtlingsunterkünften und verlangt eine bundesgesetzliche Regelung. Als positives Beispiel verweist das DRK auf sich selbst.

Das Rote Kreuz fordert für Flüchtlingsunterkünfte Mindeststandards wie getrennte Duschen und Toiletten für Frauen und Männer, die sich verschließen lassen. Das Personal in den Unterkünften müsse im Umgang mit sexueller Gewalt geschult werden, die Flüchtlinge besser über ihre Rechte und über Hilfsangebote informiert werden. dpa

Flüchtlingsunterkünfte

Das Rote Kreuz fordert für Flüchtlingsunterkünfte Mindeststandards wie getrennte Duschen und Toiletten für Frauen und Männer, die sich verschließen lassen. Das Personal in den Unterkünften müsse im Umgang mit sexueller Gewalt geschult werden, die Flüchtlinge besser über ihre Rechte und über Hilfsangebote informiert werden.

BerlinDas Deutsche Rote Kreuz hat bessere Schutzmaßnahmen gegen Gewalt in Flüchtlingsunterkünften gefordert. „Die Berichte über Vorfälle sexualisierter Gewalt in Flüchtlingsunterkünften sind leider keine Einzelfälle“, erklärte DRK-Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg am Montag in Berlin. Vor allem in großen Einrichtungen fehlten insbesondere für Frauen und Kinder häufig Rückzugsräume und Schutzmöglichkeiten.

„Nur durch eine bundesgesetzliche Regelung kann besser als bisher und zwar für alle Unterkünfte gewährleistet werden, dass die zu uns geflüchteten Menschen und hier insbesondere Kinder, Jugendliche und Frauen dort ausreichend Schutz vor Gewalt erhalten“, erklärte Schenck weiter. Sie wies darauf hin, dass Frauen und Kinder oft bereits in ihren Herkunftsländern oder auf der Flucht Gewalt in unterschiedlichster Form miterlebt oder selbst erfahren hätten.

Mann lebensgefährlich verletzt: Massenschlägerei in Flüchtlingsunterkunft in Niedersachen

Mann lebensgefährlich verletzt

Massenschlägerei in Flüchtlingsunterkunft in Niedersachen

Bei einer Massenschlägerei in einem Flüchtlingsheim in Niedersachsen, ist ein Mann lebensgefährlich verletzt worden. Gleich an zwei Abenden kam es in der Unterkunft zu schweren Ausschreitungen.

Konkret fordert das Rote Kreuz für Flüchtlingsunterkünfte Mindeststandards wie getrennte Duschen und Toiletten für Frauen und Männer, die sich verschließen lassen. Das Personal in den Unterkünften müsse im Umgang mit sexueller Gewalt geschult werden, die Flüchtlinge besser über ihre Rechte und über Hilfsangebote informiert werden. Entsprechende Änderungen des Asylgesetzes sollten im Rahmen des neuen Integrationsgesetzes beschlossen werden.

Das Kabinett will das lange umstrittene Gesetzespaket am Mittwoch verabschieden. Zu den wichtigsten Inhalten gehören neben verbesserten Arbeitsmöglichkeiten für Asylbewerber auch Sanktionen gegen Integrationsverweigerer sowie die umstrittene Wohnsitzauflage.

Bislang gibt es nur die Vorschrift, dass freiwillige Helfer oder fest angestellte Mitarbeiter, die in den Flüchtlingsunterkünften mit Minderjährigen zu tun haben, in regelmäßigen Abständen das erweiterte polizeiliche Führungszeugnis vorlegen müssen. „Das reicht nicht“, erklärte dazu Schenck. Sie wies darauf hin, dass das DRK selbst, das in ganz Deutschland etwa 490 Notunterkünfte für 140.000 Flüchtlinge betreut, seinen regionalen Verbänden bereits im Herbst vergangenen Jahres Handreichungen zum Schutz vor Gewalt gegeben habe.

Von

afp

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×