Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.10.2012

14:44 Uhr

Flughafen-Disaster

Bundestags-Haushälter fordern Ablösung von Berliner Flughafenchef Schwarz

ExklusivDer Flughafen Berlin braucht dringend neues Geld - auch vom Bund. Den Haushältern des Bundestages fehlt es allerdings an Vertrauen - und zwar in Flughafenchef Schwarz. Sie fordern „Konsequenzen“.

Der Geschäftsführer des Flughafen Berlin Brandenburg. dpa

Der Geschäftsführer des Flughafen Berlin Brandenburg.

BerlinHaushälter des Deutschen Bundestags fordern im Vorfeld der am kommenden Donnerstag stattfindenden Aufsichtsratssitzung der Flughafengesellschaft Berlin die Absetzung von Geschäftsführer Rainer Schwarz. „Mir ist das Vertrauen zu Herrn Schwarz verloren gegangen“, sagte die in der FDP-Fraktion zuständige Haushaltspolitikerin Claudia Winterstein dem Handelsblatt (Montagausgabe). „Es wäre daher leichtfertig, jetzt Geld freizugeben.“ Sie erwarte, dass Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer „Konsequenzen zieht“.

Der Berichterstatter der Unionsfraktion, Bartholomäus Kalb (CSU), sagte: „Sollte es sich als richtig erweisen, dass Herr Schwarz frühzeitig über die Probleme informiert war, dann müssen Aufsichtsrat und Gesellschafter die notwendigen Konsequenzen ziehen.“

Die Haushälter haben ein Druckmittel: Sie entscheiden, ob der Bund als Gesellschafter neben Berlin und Brandenburg weiteres Geld in die Flughafengesellschaft steckt. Diese benötigt mindestens 1,2 Milliarden Euro, von denen der Bund 312 Millionen Euro tragen soll - 169 Millionen 2013, den Rest 2014. Die Mittel haben die Haushältern vorsorglich gesperrt. Nächste Woche findet die entscheidende Sitzung im Bundestag statt.

Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums hat der Bund bereits 1,756 Milliarden Euro in den Flughafenbau investiert. Hinzu kommen Straßenausbauten rund um den Flughafen im Wert von 1,642 Milliarden Euro und eine Bürgschaft über 624 Millionen Euro. Das geht aus einer Berichtsbitte der Haushälter hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. Das Bundesverkehrsministerium drängt auf die Ablösung von Geschäftsführer Schwarz. Er habe den Aufsichtsrat nicht rechtzeitig darüber informiert, dass der Starttermin für den Hauptstadtflughafen nicht zu halten sein würde.

Von

dhs

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

28.10.2012, 15:38 Uhr

Wowereit solte gehen, denn hat die Katastrophe zu verantworten.
Alles auf die Projektleiter schiebn, ständig neue Anforderungen.
Wie der Flughafen so die Stadt. Siehe auch Fernsehbericht neulich auf ZDF-INFO

http://info.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/ZDFzeit/2942204/24815192/305617/Der-Fluchhafen-Berlin.html
Berlins ehem. Bürgermeister Ernst Reuther würde sagen" Völker der Welt schaut auf diese Stadt!"

Vielflieger

28.10.2012, 17:03 Uhr

So ist es. Wowereit, Platzeck und Bomba sind ihrer Verplichtung als Aufsichtsrat nicht nachgekommen. Bevor dieses Faß ohne Boden neu befüllt wird, muß der Aufsichtsrat neu besetzt werden. Der neue Aufsichtsrat bestellt eine neue Geschäftsführung.

So wie es aussieht suchen sich die Aufsichtsräte einen neuen Prügelknaben und die Party geht mit neuem Geld weiter.

Nachwuchs

28.10.2012, 19:08 Uhr

Gehen? Nein die Schuldigen, auch Zuträger müssen die gesamten Mehrkosten von Ihrem Privatvermögen bezahlen. Diese Leute nennen sich doch Experten und kassieren dafür Unsummen. Die Mehrkosten, die sie tragen müssen, sind doch für sie nur Peanuts.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×