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19.08.2011

02:24 Uhr

Flughafenverband

Luftverkehrssteuer schadet der Volkswirtschaft

Weil Air Berlin ins Schlingern geraten ist, steht die Luftverkehrssteuer zur Debatte, findet der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbands ADV. Er rät der Bundesregierung, sich die Niederlande zum Vorbild zu machen.

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin. Quelle: dapd

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Air Berlin.

OsnabrückAngesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen bei Deutschlands zweitgrößter Airline Air Berlin fordert der Flughafenverband ADV von der Bundesregierung den sofortigen Stopp der neuen Luftverkehrssteuer.

Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel warf der Bundesregierung vor, mit der zu Jahresbeginn eingeführten Abgabe „den Wachstumsmotor Luftfahrt“ abgewürgt zu haben: So würden tausende Arbeitsplätze bei Flughäfen und Airlines gefährdet, sagte er der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitag).

Deutschland sollte vielmehr von den Niederlanden lernen: „Die Regierung in Den Haag nahm eine ähnliche Steuer nach sechs Monaten zurück, als sie den enormen volkswirtschaftlichen Schaden der Abgabe erkannt hatte“, sagte Beisel.

Nach Angaben des ADV verursacht die Luftverkehrssteuer zusätzliche Kosten von einer Milliarde Euro im Jahr. Zudem drohen den Airlines 2012 durch die Ausweitung des Emissionshandels Belastungen von schätzungsweise 250 bis 300 Millionen Euro.

Air Berlin machten im ersten Halbjahr neben der Luftverkehrssteuer steigende Treibstoffpreise und das nach wie vor schwache Geschäft mit Flügen nach Nordafrika zu schaffen. Die Airline schneidet jetzt zahlreiche unrentable Verbindungen aus ihrem Streckennetz, wie sie am Donnerstag mitgeteilt hatte.

Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn soll zudem zumindest vorübergehend an die Spitze von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft rücken, er löst Unternehmenschef Joachim Hunold ab.

Von

dpa

Kommentare (1)

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fxe1200

22.08.2011, 02:18 Uhr

Man entschuldige den Ausdruck, aber die sind soo blöd in Berlin, daß sie aus den Erfahrungen, die die Niederlande mit der Luftverkehrssteuer gemacht haben, nichts gelernt haben. Jetzt haben wir den "Flughafentourismus" ins Ausland und die deutschen Unternehmen das Nachsehen.

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