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25.05.2011

14:39 Uhr

Flugverbote

Ramsauer fordert Richtwerte für Asche

Verkehrsminister Peter Ramsauer hat genug von der Asche und fordert neue Richtwerte. Ein internationaler Standard soll dafür sorgen, dass einheitlich geregelt ist, ab welcher Konzentration Flugzeuge am Boden bleiben.

Flughafen Berlin-Brandenburg International: Peter Ramsauer will einheitliche Asche-Richtwerte. Quelle: dapd

Flughafen Berlin-Brandenburg International: Peter Ramsauer will einheitliche Asche-Richtwerte.

BerlinNach dem erneuten Ausbruch eines Vulkans in Island hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer europaweit einheitliche Regeln für Flugverbote gefordert. "Wir müssen auf europäischer Ebene endlich zu einheitlichen Handhabungen kommen", sagte Ramsauer am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin.

Sicherheit müsse stets Vorrang haben. "Es geht zum Beispiel nicht, dass wir in Deutschland sagen, bei zwei Milligramm pro Kubikmeter Luft ist Schluss... und in Frankreich etwa wird zwischen zwei und vier Milligramm munter weitergeflogen mit Begründungen, die der deutschen Sicherheitskultur nicht entsprechen", sagte der Minister. Er wolle sich deshalb nicht nur auf europäischer, sondern auch auf internationaler Ebene für einheitliche Standards einsetzen.

Ramsauer zeigte sich erleichtert, dass die Vulkan-Aschewolke aus Island im Tagesverlauf nach Norden abziehen sollte und die Flugverbote über Norddeutschland und Berlin schrittweise wieder aufgehoben wurden. Zugleich verteidigte er den deutschen Grenzwert für Vulkanasche und die daraus resultierenden Start- und Landeverbote für Düsenmaschinen. "Dieses Risiko kann ich als Verkehrsminister nicht einfach ignorieren."

Wegen der Vulkan-Aschewolke durften am Mittwoch an den Flughäfen in Hamburg, Bremen und Berlin für mehrere Stunden Maschinen weder starten oder landen.

Von

rtr

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