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11.02.2012

09:35 Uhr

Fördermittel des Bundes

230.000 Euro Staatsgelder für bunte Möhren

Viele bunte Möhren will sich die Bundesregierung viel Geld kosten lassen. 230.000 Euro Fördermittel sollen in die Zucht verschiedenfarbiger Bio-Möhren investiert werden. Dem Bund der Steuerzahler wird das zu bunt.

Neue Farben für Bio-Möhren - dafür will Schwarz-Gelb Steuergelder ausgeben. dpa

Neue Farben für Bio-Möhren - dafür will Schwarz-Gelb Steuergelder ausgeben.

OsnabrückGanz schön bunt: Die Bundesregierung will nach Zeitungsinformationen verschiedenfarbige Bio-Möhren züchten lassen. Dafür zahle sie in den nächsten drei Jahren 230.000 Euro Fördermittel, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ (Samstag) unter Berufung auf das Forschungsinformationssystem für Agrar und Ernährung (Fisa) der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

„Zu erwarten sind Formen in den Farbrichtungen weiß, gelb, rot und violett“, zitiert das Blatt die Bundesanstalt. Die Behörde erklärte demnach: „Wir denken, dass das beim Verbraucher durchaus ankommt.“ Das Projekt umsetzen wollten das Julius-Kühn-Institut und die Firma Satimex in Sachsen-Anhalt.

Scharfe Kritik kam vom Bund der Steuerzahler. „Langsam wird es wirklich zu bunt“, sagte Präsident Karl Heinz Däke der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Deutschland habe über zwei Billionen Euro Schulden. „Und die Regierung sorgt sich mit Steuerzahlergeld um die Farbe von Biomöhren.“ Etwaige Farbzüchtungen solle die Bundesregierung privaten Unternehmen überlassen.

Von

dpa

Kommentare (14)

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kuac

11.02.2012, 09:56 Uhr

Die Bundesregierung züchtet Mohren. Haben sie denn sonst keine Probleme?

Petra

11.02.2012, 10:08 Uhr

Steuerverschwender gehören genauso hart und unnachgiebig verfolgt und bestraft wie Steuerhinterzieher!
Es darf nicht sein, daß mühsam erarbeitete Steuergelder ohne jegliche Reue und Bestrafunspotential veruntreut werden!
Deshalb: SteuerVERSCHWENDER genauso hart und unnachgiebig verfolgen und bestrafen wie Steuerhinterzieher!

rogman

11.02.2012, 10:11 Uhr

wenn sich dadurch ein neuer Trend entwickeln lässt der den Weltmarktführern Monsanto & Co. Marktanteile entzieht und neue lokale Züchtungen/Züchter unterstützt dann ist das zu unterstützen.

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