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30.08.2012

15:26 Uhr

Forderung der Luftwaffe

Bewaffnete Drohnen für Deutschland

Die Luftwaffe fordert den Bundestag zu einer schnellen Entscheidung über die Anschaffung von bewaffneten Drohnen auf. Die umstrittenen Waffensysteme seien „militärisch notwendig", sagte der Luftwaffen-General Müllner.

Die Luftwaffe will bewaffnete Drohnen wie die „Predator" anschafffen. Reuters

Die Luftwaffe will bewaffnete Drohnen wie die „Predator" anschafffen.

Berlin.Die Luftwaffe dringt auf eine Entscheidung über die Anschaffung bewaffneter Drohnen für die Bundeswehr bis zum Frühjahr. Dies sei nötig, damit im Oktober 2014 ein Ersatz für die bisherige Leasing-Lösung bereitstehe, sagte der neue Inspekteur der Luftwaffe, Karl Müllner, am Donnerstag in Berlin. „Ich erwarte, dass wir im Oktober 2014 bruchfrei eine vergleichbare Fähigkeit haben", betonte er. Der General fügte hinzu, dass „aus rein militärischer Sicht Drohnen bewaffnet sein müssen".

Karl Müllner, der neue Inspekteur der Luftwaffe. dapd

Karl Müllner, der neue Inspekteur der Luftwaffe.

Bislang setzt die Bundeswehr in Afghanistan geleaste unbewaffnete Drohnen vom Typ „Heron 1" zur Aufklärung ein. Der Vertrag läuft im Oktober 2014 aus. Ziel der Bundeswehr ist es, dann ein eigenes System in Betrieb zu nehmen. Müllner sagte, „marktverfügbar" sei dann voraussichtlich nur die Drohne vom Typ „Predator".

Müllner zeigte sich zuversichtlich, dass es auch für die Finanzierung bewaffneter Drohnen eine parlamentarische Mehrheit geben werde. Dies sei schon allein deshalb zu erwarten, weil die Bundeswehr keine Partnerländer für die Anschaffung unbewaffneter Drohnen finden werde. Auch Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) ist für den Einsatz bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr.

Die Waffensysteme sind umstritten, weil sie zum Beispiel von den USA in Afghanistan und Pakistan, aber auch im Jemen genutzt werden, um mutmaßliche Terroristen zu töten. Auch die Einsätze der ferngesteuerten Kampfjets der USA gegen Aufständische in Pakistan sind völkerrechtlich umstritten. Medienberichten zufolge sollen dabei in den vergangenen Jahren hunderte unbeteiligte Zivilisten ums Leben gekommen sein.Müllner wies aber Bedenken zurück, wonach bewaffnete Drohnen von der Bundeswehr rechtswidrig eingesetzt werden könnten.

Kommentare (6)

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Aufwachen

30.08.2012, 16:18 Uhr

Traurig, wohin sich Deutschland und die Welt entwickeln. Und die Völker schauen einfach nur zu.

Schafft Politiker ab, schafft das Militär ab. Dann haben alle eine prima Zukunft vor sich. Naiv? Vielleicht! Aber wie sieht die Zukunft aus, wenn wir die Politik gewähren lassen?

nathanael33

30.08.2012, 23:07 Uhr

"Wer mit dem Schwert kämpft, wird durch das Schwert umkommen!"
Was hat unser Land für Gründe, solche Waffen einzusetzen? Unsere Armee ist keine Angriffsarmee. Zudem hat sie nichts im Ausland zu suchen! Das sehen viele Deutsche so!
Hass in der Welt ist nicht mit Hass zu bändigen. "Liebt das Böse gut" sagt Christian Morgenstern.
Wann werden wir endlich klug und nehmen als Richtschnur für das Leben die wahre Liebe, das wahre Leben?
Natürlich, wenn mein Land angegriffen wird, benötige ich eine ethisch-moralisch starke Armee, die das Land bewahrt.
Ich kann zudem nur hoffen, daß Waffen nicht gegen das eigene Volk eingesetzt werden können? - bei Aufständen, mit denen die Politik schon rechnet.

rooster

31.08.2012, 08:20 Uhr

Eine Bande von Verbrechern und Mördern will die Völkergemeinschaft dazu aufhetzen,sich gegenseitig umzubringen!

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