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22.08.2013

13:22 Uhr

Forderung nach Manning-Urteil

„Whistleblowing muss Asylgrund werden“

ExklusivBürgerrechtler sind wegen der langen Gefängnisstrafe für den Whistleblower Bradley Manning empört. Und auch in Deutschland regt sich Kritik. Die Linke fordert, Informanten besser vor Repression zu schützen.

Proteste vor dem Weißen Haus

Amerikaner zeigen Mitgefühl für Bradley Manning

Proteste vor dem Weißen Haus: Amerikaner zeigen Mitgefühl für Bradley Manning

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BerlinAls Konsequenz aus der Verurteilung des Wikileaks-Informanten Bradley Manning fordert die Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping, einen besseren Schutz für Bürgerrechtler. „Wir müssen Whistleblowing in die anerkannten Asylgründe aufnehmen“, sagte Kipping Handelsblatt Online. „Wem Verfolgung für die Wahrheit droht, muss in Deutschland Aufnahme finden.“

Ein US-Militärgericht hatte Manning gestern zu 35 Jahren Haft verurteilt. Das Gericht befand ihn für schuldig, rund 700.000 vertrauliche Papiere an die Enthüllungsplattform Wikileaks weitergegeben zu haben. Bürgerrechtler und Journalisten kritisierten das Urteil als Schlag gegen die Pressefreiheit. Die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ erklärte, durch das harte Vorgehen gegen Informanten werde es zunehmend schwerer, Fehlverhalten von Regierungen und Behörden aufzudecken.

Kipping sprach von einem schockierenden Urteil. „Das US-Militär will durch diese drakonische Strafe vor allem abschrecken“, sagte sie. Dies zeige, dass der Schutz "moderner" Bürgerrechtler mangelhaft sei. Manning will ein Gnadengesuch direkt an US-Präsident Barack Obama richten. Das kündigte sein Anwalt David Coombs an. „Jetzt ist die Zeit, um Mannings Leid zu beenden“, sagte Coombs. Das Weiße Haus reagierte zunächst kühl: Das Gesuch werde wie alle anderen auch geprüft, kündigte ein Sprecher an.

Manning selbst hatte auf die Verkündung der Haftstrafe gefasst reagiert. „Ich werde das schaffen“, habe er gesagt, berichtete sein Anwalt der „Washington Post“. Unterstützer von Manning forderten ebenfalls ein Gnadengesuch. Sie reichten eine Petition auf der Webseite des Weißen Hauses ein, die zunächst lediglich 6.800 Unterstützer fand.

Der US-Soldat wurde zusätzlich zu seiner Haftstrafe wurde der 25-Jährige unehrenhaft aus der Armee entlassen und rückwirkend im Rang degradiert, wie das US-Militärgericht in Fort Meade bei Washington am Mittwoch bekanntgab. Auch seine Pensionsansprüche verliert er.

Kommentare (20)

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mmnews_de

22.08.2013, 13:39 Uhr

Die USA wird rasant zu einer Diktatur Orwellscher Prägung!!

Die US-Regierung achtet kein Gesetz und respektiert niemanden. Es ist eine außer Kontrolle geratene Staatsmafia von Schurken, die Regierungsposten übernommen hat.

Wie souverän ist Deutschland wirklich?

Die größten Feinde des modernen Menschen sind nicht die Schattenregierungen ( Bilderberg ) und Bankster – auch wenn sie ein großes Übel sind.

Auch können wir das "Schuldgeldsystem" nicht für unsere Misere verantwortlich machen, denn wir könnten es nach Belieben ändern.

Die größten Feinde unserer Gesellschaft sind Sattheit, Trägheit, Feigheit und Ignoranz!

Veränderung kann nicht von außen kommen, sie kann nur durch eine Veränderung in unserem Denken erfolgen.

Angela-Wendehals

22.08.2013, 13:41 Uhr

Angela Wendehals wird die nächste Legislature-Periode nicht überstehen, denn ihr Verhalten in der NSA-Sache wird ihr das "Genick" brechen.

Das alles muss reifen udn es dauert, bevor die ehrliche Kräfte eines Volken mobilisiert werden können, aber alles andere ist dann nur eine Frage der Zeit.

Angela hat unsere Patente aus der Wirtschaft an unsere Feinde verraten und das wird sich das dt. Volk nicht länger gefallen lassen.

Account gelöscht!

22.08.2013, 13:43 Uhr

Als ob die deutsche Marionetten-Regierung die Whistleblower vor der Besatzungsmacht schützen könnte oder würde. Dem Imperium entkommt man so garantiert nicht!

Das ist also völliger Blödsinn dort wo es wirklich notwendig wäre: Schutz vor dem Imperium. Vor weniger bedeutenden Mächten findet sich immer ein Fluchtplatz - aber das Imperium schlägt Weltweit zurück.

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