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02.03.2016

14:09 Uhr

Forsa-Chef Manfred Güllner

CDU verliert Stimmen nicht wegen Merkel

Der Streit um die Flüchtlingspolitik spaltet Deutschland. Die CDU wird nach Meinung des Forsa-Chefs aber nicht deshalb abgestraft. Verluste in Umfragen hätten eher mit dem „erbärmlichen Zustand der CDU im Ländle zu tun“.

Die Bundeskanzlerin spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für die baden-württembergische Landtagswahl 2016 vor einem Plakat des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf. dpa

Angela Merkel

Die Bundeskanzlerin spricht bei einer Wahlkampfveranstaltung für die baden-württembergische Landtagswahl 2016 vor einem Plakat des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf.

BerlinDie CDU wird bei den Landtagswahlen und vor allem in Baden-Württemberg nach Ansicht von Forsa-Chef Manfred Güllner nicht wegen der Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgestraft werden. Verluste in den Umfragen hätten „mit Merkels Politik wenig, viel aber mit dem erbärmlichen Zustand der CDU im Ländle zu tun“, teilte der Chef des Meinungsforschungsinstituts anlässlich des neuen Wahltrends für „Stern“ und RTL am Mittwoch mit. Güllner verwies im Gespräch mit Reuters zudem darauf, dass eine Forsa-Umfrage vor wenigen Tagen für Baden-Württemberg ergeben habe, dass bei einer Landtagswahl 30 Prozent der Wähler für die CDU stimmen würden, bei einer Bundestagswahl aber 40 Prozent.

Nach dem Stern-RTL-Wahltrend votieren zudem weiter 48 Prozent der Bundesbürger für Merkel als Kanzlerin, 14 Prozent für SPD-Chef Sigmar Gabriel. Nur 40 Prozent der SPD-Anhänger würden dabei Gabriel gerne als Regierungschef sehen.

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Die CDU will in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt die Wahlen gewinnen. Doch vor allem die AfD wildert bei den Bürgerlichen – mit Erfolg. Viele Wahlkämpfer sehen als Hauptproblem: Kanzlerin Merkel.

In der Parteipräferenz auf Bundesebene hat sich im Vergleich zur Vorwoche wenig geändert: Die Union kommt weiter auf 35, die SPD auf 24 Prozent. Die AfD fällt um einen Prozentpunkt auf neun Prozent. Grüne und Linke liegen unverändert bei zehn Prozent, die FDP bei sechs Prozent. Forsa interviewte für die Umfrage 1001 Wahlberechtigte am 25. und 26. Februar.

Von

rtr

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