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05.09.2012

11:00 Uhr

Forsa-Umfrage

FDP wieder unter fünf Prozent, CDU im Stimmungshoch

Die Euro-Krise setzt der Union offenbar kaum zu. Kanzlerin Merkel und ihre Parteikollegen kommen in der Wählergunst auf fast 40 Prozent. Anders der Regierungspartner: Die FDP liegt erneut unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Das politische Stimmungsbild szenisch dargestellt: Rösler und die FDP unten, Merkel mit der Union obenauf. dapd

Das politische Stimmungsbild szenisch dargestellt: Rösler und die FDP unten, Merkel mit der Union obenauf.

HamburgDie Union kratzt in der Wählergunst weiter an der 40-Prozent-Marke. In dem am Mittwoch veröffentlichten wöchentlichen Wahltrend von „Stern“ und RTL, bei dem von dem Meinungsforschungsinstitut Forsa 2.505 Bundesbürger befragt worden sind, kommt sie zum zweiten Mal in Folge auf 39 Prozent – ihren besten Wert seit Juli 2008.

Die Grünen steigen in der Erhebung um einen Punkt auf 13 Prozent. Wie in der Woche zuvor wollten für die SPD 26 Prozent der Wähler stimmen, für die Linke sieben Prozent und für die Piraten ebenfalls sieben Prozent.

Die FDP dagegen verschlechtert sich erneut: Sie büßt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und liegt mit vier Prozent wieder unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Bei einem derartigen Wahlergebnis würde es weder für die Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition (zusammen 43 Prozent) noch für eine rot-grüne Regierung (gemeinsam 39 Prozent) reichen. Denkbar wären eine große Koalition (zusammen 65 Prozent) oder ein Zusammengehen von Union und Grünen (zusammen 52 Prozent).

Brüderle warnt vor Personalspekulationen

Ein Grund für das Umfragetief der FDP könnte die anhaltende Personaldebatte innerhalb der Partei sein. Davor hat Chef Rainer Brüderle die Liberalen ausdrücklich gewarnt. „Das ist kein Zeitabschnitt für Spielchen“, sagte Brüderle am Mittwoch im „Morgenmagazin“ des ZDF. „Teamgeist ist die richtige Antwort.“ Dem innerparteilich umstrittenen FDP-Chef Philipp Rösler sicherte Brüderle seine Unterstützung zu: „Philipp Rösler ist gewählt und wird von mir voll unterstützt.“

Auf ihrer am Nachmittag beginnenden Klausurtagung in Mainz wollen die Bundestagsabgeordneten die Weichen für das letzte Jahr der Legislaturperiode stellen. Thematische Schwerpunkte sollen die Euro-Krise, die Energie- und die Bildungspolitik sein. Angesichts der anhaltend schlechten Umfragewerte für die FDP muss die Mehrheit ihrer 93 Abgeordneten fürchten, bei der Wahl im September 2013 ihr Mandat zu verlieren.

Kommentare (42)

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05.09.2012, 09:33 Uhr

Ich sehe den Absturz der CDU bis nächstes Jahr September sehr deutlich, nämlich dann, wenn weiterhin Billionen um die Welt geschickt werden und hier im Land nichts mehr geht!

beobachter

05.09.2012, 09:41 Uhr

angesichts der rentenmalaise, der ungeniertheit, mit der kompetenzen nach brüssel verlagert werden sollen sowie der euro-rettung um jeden preis (europa muss leben, auch ...) ist mir die zustimmung zur union schleierhaft. man kann es nicht oft genug wiederholen, eine veränderung des parteiensystems ist notwendig.

Account gelöscht!

05.09.2012, 09:47 Uhr

Und wenn den Bürgern die unter 2500€ bekommen, klar wird, daß sie im Alter alles - ihren ganzen besitz verkaufe müssen, um von Almosen zu leben, so gibt das für die CDU und Partei der Besserverdienenden noch mal einen ganz besonderen Schub nach unten!

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