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13.08.2013

06:18 Uhr

Forsa-Umfrage

Hälfte der Grünen-Anhänger für Merkel als Kanzlerin

VonDietmar Neuerer

ExklusivWeiterer Nackenschlag für Peer Steinbrück: Angela Merkel schwimmt auf der Sympathiewelle und kann sich dabei sogar der Unterstützung von Grünen-Anhängern sicher sein. Viele sind dafür, dass Merkel Kanzlerin bleibt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein. dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) während einer CDU-Wahlkampfveranstaltung in Schleswig-Holstein.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) steht nicht nur bei den eigenen Anhängern und denen ihres Koalitionspartners FDP hoch im Kurs. Auch fast die Hälfte der Grünen-Anhänger ist dafür, dass Merkel nach der Bundestagswahl im Herbst Kanzlerin bleibt. Das geht aus einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag von Handelsblatt Online hervor. Die Frage, ob Merkel Kanzlerin bleiben solle, bejahten 45 Prozent der befragten Grünen-Anhänger, 53 Prozent votierten dafür, dass lieber jemand anderes Kanzler werden solle.

In der Gesamtbetrachtung der Umfrage fällt das Ergebnis noch deutlicher zu Gunsten der CDU-Bundesvorsitzenden aus. 57 Prozent der Befragten sind demnach dafür, dass Merkel auch nach der Bundestagswahl Bundeskanzlerin bleibt. Dass lieber jemand anders Bundeskanzler werden sollte, meinen 39 Prozent.

Für Merkel als Kanzlerin für weitere vier Jahre sprechen sich insbesondere Arbeiter (ja: 59 Prozent; nein: 34 Prozent), Beamte (ja: 63 Prozent; nein: 33 Prozent) und Selbständige (ja: 62 Prozent; nein: 38 Prozent) aus. Und auch 92 Prozent der Unions-Anhänger wollen, dass Merkel Deutschland weiter regiert, nur 7 Prozent wollen das nicht. Mit 73 Prozent genießt Merkel in dieser Frage auch bei den Anhängern ihres Koalitionspartners FDP große Zustimmung. Lediglich 19 Prozent könne sich auch jemanden anders als Kanzler vorstellen.

Die Ergebnisse überraschen insofern, als die Mehrheit der Befragten die derzeitige Bundesregierung nicht als die beste Regierung seit der Wiedervereinigung ansieht. 41 Prozent stimmen demnach der Aussage von Merkel, dass die derzeitige Bundesregierung die erfolgreichste Bundesregierung seit der Wiedervereinigung sei, zu. Mehrheitlich (54 Prozent) aber sehen die Befragten dies nicht so. Anders als bei der Kanzlerpräferenz fällt hier auch das Urteil Grünen-Anhänger deutlich aus (ja: 29 Prozent; nein: 66 Prozent)

Zustimmung findet Merkel vor allem bei den Jüngeren: 50 Prozent der unter 30 Jahre alten Bürger sehen in der Merkel-Regierung demnach die erfolgreichste seit der Wiedervereinigung, 36 Prozent verneinen das; bei den Anhängern ihrer eigenen Partei sind 72 Prozent vom Erfolg der schwarz-gelben Regierung überzeigt, nur 22 Prozent sehen das nicht so.

Kosten des Wahlprogramms der CDU und CSU

IW-Studie

Wie viel das Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 der CDU kostet, geht aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hervor.

Steuern

Wie ihr Regierungspartner fordert auch die CDU/CSU in ihrem Programm „Gemeinsam erfolgreich für Deutschland“ die Anpassung des Einkommenssteuertarifs zur Vermeidung der kalten Progression und die Erhöhung des Kindergelds und der Kinderfreibeträge. Diese Maßnahmen könnten laut IW dazu führen, dass es 2014 zu Mindereinnahmen in Höhe von 9,4 Milliarden Euro kommt.

Renten

Die Union fordert die Einführung der vom Koalitionspartner FDP viel kritisierten Mütterrente und die Besserstellung von Beziehern von Erwerbsminderungsrenten. Auch die Lebensleistungsrente möchten CDU und CSU durchsetzen. Diese sieht vor, dass Menschen, die 40 Jahre versichert waren und privat vorgesorgt haben, einen Zuschuss von 850 Euro pro Monat erhalten sollen. Die Mütterrente soll laut dem CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Volker Kauder aus vorhandenen Beitragsmitteln finanziert werden.

Gesundheitspolitik und Rentenversicherung

Wie die übrigen Parteien plädieren auch CDU und CSU für eine Neudefinition des Pflegebegriffs. Die vom IW geschätzten Kosten belaufen sich auch hier auf vier Milliarden Euro. Zudem setzt sich die Union für eine verstärkte Vorsorge und Rehabilitation sowie Gesundheitsförderung in Betrieben und Schulen/Kitas ein.

Arbeitsmarkt

CDU und CSU setzen sich für eine gesetzliche Lohnuntergrenze ein und möchten die Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften sowie die Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen vorantreiben. Im Gegensatz zu anderen Parteien will die Union eine flexible Frauenquote bei der Besetzung von Positionen im Vorstand und Aufsichtsrat durchsetzen.

Noch deutlicher fällt das Ergebnis bei der Betrachtung einzelner Berufsgruppen aus. So sehen es Arbeiter (ja: 36 Prozent; nein: 62 Prozent) und Beamte (ja: 20 Prozent; nein: 22 Prozent) in überdurchschnittlichem Maße nicht so, dass die derzeitige Bundesregierung die beste Regierung seit der Wiedervereinigung sei.

Für die repräsentative Umfrage befragte Forsa vom 8. bis 9. August 1.002 Personen.

Kommentare (14)

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nontroppo

13.08.2013, 07:01 Uhr

Angela Merkel O-Ton:
"Moscheen werden Teil unseres Stadtbildes sein." Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin in der FAZ vom 18.September 2010

„Es ist Aufgabe der Politik, das Bedrohungsgefühl in der Bevölkerung zu stärken“
Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin am 03.02.2003 im Präsidium der CDU

„…denn wir haben wahrlich keinen Rechtsanspruch auf Demokratie und soziale Marktwirtschaft auf alle Ewigkeit…“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin

„Man kann sich nicht darauf verlassen, dass das, was vor den Wahlen gesagt wird, auch wirklich nach den Wahlen gilt!“ Angela Merkel, CDU und Bundeskanzlerin
http://www.youtube.com/watch?v=rQeoE4lEXBE

"Deutsche Nation, das ist für mich überhaupt nichts, worauf ich mich positiv beziehe - würde ich politisch sogar bekämpfen." Franziska Drohsel, SPD und eh.Bundesvorsitzende der Jusos bei Cicero TV

"Wir sind dabei, das Monopol des alten Nationalstaates aufzulösen. Der Weg ist mühsam, aber es lohnt sich, ihn zu gehen." Wolfgang Schäuble, CDU und Bundesfinanzminister (Quelle: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 8.10.2011)

"Der Islam gehört zu Deutschland"
Christian Wulff, CDU und Bundespräsident (Rede zum 20.Jahrestag der Deutschen Einheit)

Rolando

13.08.2013, 07:10 Uhr

Murksel ist halt erfolgreich dabei die Gruenninnen links zu ueberholen.
Schneller als die Gruenen aus der Atomkraft, die undurchdachte, chaotisch angeshobene Energiewende der Gruenen mit horrenden Kosten der Stromkunden noch viel schlimmer und undurchdachter weitermachen als angefangen usw .....

Roland

13.08.2013, 07:34 Uhr

MERKEL IST GLAUBWUERDDIG deshalb muss Sie Kanzzleerin bleiben.Roland

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