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17.04.2013

10:18 Uhr

Forsa-Umfrage

Nur noch 22 Prozent würden Steinbrück wählen

Ein Tief für die SPD: Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden nur noch 22 Prozent für die Sozialdemokraten stimmen – für die Union hingegen 42 Prozent und für FDP fünf Prozent. Schwarz-gelb wäre somit regierungsfähig.

Nur zehn Prozent der Deutschen seien der Meinung, die SPD könne die Probleme des Landes am ehesten lösen. dpa

Nur zehn Prozent der Deutschen seien der Meinung, die SPD könne die Probleme des Landes am ehesten lösen.

BerlinDie SPD fällt in der Gunst der Wähler weiter zurück. Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, würden nur noch 22 Prozent (minus ein Punkt) für die Sozialdemokraten stimmen, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Forsa-Instituts für das Magazin "Stern" und den Sender RTL hervorgeht. Das wären weniger Prozent als bei der Bundestagswahl 2009: Damals hatte die SPD mit 23 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis im Bund seit Gründung der Bundesrepublik eingefahren. Spitzenkandidat Peer Steinbrück kommt in der Umfrage auf noch schlechtere Zustimmungswerte: Nur 17 Prozent würden ihn bei einer Direktwahl zum Regierungschef küren, zwei Prozentpunkte weniger als eine Woche zuvor.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem "Stern", nur zehn Prozent der Deutschen seien der Meinung, die SPD könne die Probleme des Landes am ehesten lösen. Steinbrück komme mit seinem "flapsigen Sprüchen" weiter nicht an. Allerdings wurde die Umfrage zwischen dem 8. und 12. April gemacht, also vor dem SPD-Parteitag in Augsburg. Daher spiegeln die Werte mögliche Reaktionen auf dortige Rede Steinbrücks noch nicht wider.

Die Union gewinnt in der Umfrage einen Punkt auf 42 Prozent, die FDP kommt auf fünf Prozent, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Zusammen kommen die beiden Parteien auf 47 Prozent der Stimmen und eine regierungsfähige Mehrheit im Parlament. Die Grünen steigern ihre Beliebtheit um einen Punkt auf 15 Prozent, die Linke verschlechtert sich um einen Punkt auf acht Prozent. Die Piraten verfehlen mit drei Prozent der Stimmen weiterhin den Einzug in das Parlament.

Bei einer Direktwahl des Kanzlers würden sich der Forsa-Umfrage zufolge 58 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) und nur 17 Prozent für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück entscheiden. Dies ist der schlechteste Wert im Wahltrend seit seiner Kür zum Kanzlerkandidaten.

Forsa befragte rund 2500 Bürger in der Zeit vom 8. bis 12. April.

Kommentare (14)

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17.04.2013, 10:24 Uhr

Man muss schon krank sein oder pervers veranlagt um auch nur noch eine dieser SPD, CDU, FDP oder gar Grüne Schmierkomödianten zu wählen.

scharfschuetze

17.04.2013, 10:40 Uhr

Warum es immer noch 22% sind, die SPD wählen wollen, begreif ich nicht. So viele Parteimitglieder haben die doch nicht, und selbst die Hartzer sind auch nicht soo viele. Und sonst wählt doch keiner mehr SPD, oder?

mono

17.04.2013, 10:41 Uhr

Frau Merkel erklärt Ihre Politik für alternativlos und Peer Steinbrück nickt das ab. Was erwartet der Mann? Die Rechnung dafür kassiert er jetzt.

Von wegen SPD und sozial. Wie kann eine Partei die eine solide Währung aufgibt sozial sein? Das ist ein Widerspruch in sich selbst.

Peer Steinbrück hat es hinter sich, er weiss es nur noch nicht.

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