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23.05.2012

09:39 Uhr

Forsa-Wahltrend

Die Union stürzt ab

Das dramatische Wahldebakel der Union in Nordrhein-Westfalen reißt nun auch die Bundespartei nieder. Die Anhänger sind offenbar irritiert - nur Kanzlerin Merkel kann sich freuen.

Kanzlerin Merkel: Nach wie vor unangefochten - nicht aber ihre Partei. dapd

Kanzlerin Merkel: Nach wie vor unangefochten - nicht aber ihre Partei.

BerlinNach der verheerenden Wahlniederlage der CDU in Nordrhein-Westfalen büßt die Union auch bundesweit klar an Wählersympathie ein. In dem am Mittwoch veröffentlichten "stern"-RTL-Wahltrend fällt sie im Vergleich zur Vorwoche um vier Punkte auf 31 Prozent. Es ist ihr schlechtester Wert seit Ende Oktober 2011. Im Februar hatte sie den Angaben nach sogar bei 38 Prozent gelegen. Gemeinsam mit der FDP, die um einen Punkt auf sechs Prozent und damit ihren besten Wert seit Mitte März 2011 zulegt, kommt sie auf 37 Prozent. Schwarz-Gelb liegt damit drei Punkte hinter dem rot-grünen Lager.

"Das Wahldesaster hat viele Unions-Anhänger irritiert. Niederlagen bei Landtagswahlen führen oft zu solchen Sympathiedellen", zitierte der "stern" den Chef des Umfrageinstituts Forsa, Manfred Güllner, vorab aus seiner am Donnerstag erscheinenden neuen Ausgabe.

Die SPD legt in der Umfrage einen Punkt zu auf 27 Prozent. Die Piratenpartei gewinnt ebenfalls einen Punkt und erreicht zum vierten Mal ihren bisherigen Bestwert von 13 Prozent. Sie ist damit ebenso stark wie die Grünen. Mit zum zweiten Mal in Folge sechs Prozent tritt die in einen Führungsstreit verwickelte Linke auf der Stelle. Es ist laut der Erhebung der schlechteste Wert seit Gründung der Partei im Juni 2007.

Im Gegensatz zum Ansehen der Union seien die Werte für Kanzlerin Angela Merkel stabil geblieben, hieß es in der Umfrage. In einem denkbaren Duell mit der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft würde sie sich mit 48 Prozent durchsetzen. Die SPD-Politikerin käme auf 29 Prozent. Nach Ansicht des Forsa-Chefs würden die Sozialdemokraten mit Kraft kaum besser fahren als mit den potenziellen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oder Frank-Walter Steinmeier.

Der FDP dagegen könnte der Umfrage zufolge ein möglicher Parteichef Christian Lindner neuen Schub bringen. 58 Prozent der Bürger erklärten demnach, der nordrhein-westfälische Landesvorsitzende wäre ein besserer Chef als Philipp Rösler. Bei den FDP-Anhängern sahen dies sogar fast Dreiviertel der Befragten so.

Die Entlassung von Norbert Röttgen als Umweltminister hielten 51 Prozent der Befragten für richtig. Bei den Unions-Wählern stützen 72 Prozent Merkels Entscheidung. 43 Prozent - vor allen viele Wähler von SPD und Linkspartei - hielten den Rauswurf von Röttgen für falsch.

Für die Erhebung zur Partei- und Kanzlerpräferenz wurden 2002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger vom 14. bis 18. Mai befragt, die statistische Fehlertoleranz lag bei +/- 2,5 Prozentpunkten. Als Datenbasis für die Lindner-Erhebung dienten 1002 Befragte am 15. und 16. Mai, für Röttgen waren es 1003 Befragte am 18. Mai.

Von

rtr

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

23.05.2012, 10:09 Uhr

Die Union stürzt ab. Na klar tut sie das! Unter Merkel vergeigt die CDU eine Landtagswahl nach der anderen. Um die SPD-Wähler einzufangen, kopiert Merkel deren Kurs und merkelt nicht mal, daß sie die CDU damit überflüssig macht. Wozu soll man die noch wählen? Da kann man sein Kreuzchen ja auch gleich beim Original machen. Merkel steht für Beliebigkeit und verquaste Antworten. Scheitert der Euro, scheitert nicht Europa, sondern nur die ideologisch verbohrte Politkaste. Eigentlich ist die längst gescheitert, wills aber noch nicht wahrhaben und verbrät dadurch die Lebensersparnisse der Deutschen. Die werden sich nicht schlecht wundern, wenn gerade die Babyboomer in Rente gehen wollen, aber nix und niemand mehr da ist, der sie unterhält....

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23.05.2012, 10:14 Uhr

Sehr geehrter Bundestags-Abgeordneter dieser repräsentativen Demokratie,

Sie stimmen dem ESM-Vertrag zu, weil es ihr Fraktionsvorsitzender von Ihnen fordert. Tun Sie's NICHT !

http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/esm-vertragstext - Sie sind gerade dabei als Abgeordneter des Bundestages ihre Bürger an eine Finanzjunta zu verraten. Der Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel meint dazu „Der ESM ist ein grob verfassungswidriges Konstrukt, das auf die Abschaffung großer Teile unserer verfassungsmäßigen Ordnung und unserer freiheitlichen parlamentarischen Demokratie gerichtet ist“.

• „Der ESM, sein Eigentum, seine Finanzmittel und Vermögen genießen unabhängig von ihrem Standort und Besitzer umfassende gerichtliche Immunität.“

• „Das Eigentum, die Finanzmittel und Vermögenswerte des ESM sind unabhängig davon, wo und in wessen Besitz sie sich befinden, vom Zugriff durch Durchsuchung, Beschlagnahme, Entziehung, Enteignung und jede andere Form der Inbesitznahme, Wegnahme Oder Zwangsvollstreckung durch Regierungshandlungen oder auf dem Gerichts-, Verwaltungs- oder Gesetzweg befreit.“

• „Die Archive des ESM und alle ihm gehörende oder in seinem Besitz befindliche Dokumente im Allgemeinen sind unverletzlich.“

• „Die Räumlichkeiten des ESM sind unverletzlich.“

• „Die Gouverneursratsmitglieder, stellvertretende Gouverneursratsmitglieder, Direktoren, stellvertretende Direktoren, der Geschäftsführende Direktor und das Personal genießen Immunität von der Gerichtsbarkeit hinsichtlich der in ihrer amtlichen Eigenschaft vorgenommenen Handlungen und Unverletzlichkeit in Bezug auf ihre amtlichen Schriftstücke.“

So zu lesen im ESM-Vertrag. Und aus dem ESM-Vertrag kann ein einmal aufgenommenes Mitglied nicht mehr austreten. Der Gouverneursrat kann jederzeit eine Erhöhung des Grundkapitals beschließen.

Treten Sie bitte für Demokratie ein, die den Souverän achtet - verhindern Sie die Versklavung Deutschlands auf ewig.

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23.05.2012, 10:15 Uhr

....ich sollte hinzufügen, daß angesichts der Beliebtheitswerte dieser Kanzlerin ich mir große Sorgen um die intellektuelle Leistungsfähigkeit der Deutschen mache. PISA läßt grüßen..... und es wird nicht besser geworden sein.

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