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18.06.2015

13:13 Uhr

Forschungsinitiative

100-Millionen-Euro-Programm für Fachhochschulen

Starke Fachhochschulen, die Impulse für die regionale Wirtschaft generieren: Das wünscht sich Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Die Regierung legt dafür ein Programm auf – und nimmt viel Geld in die Hand.

An vielen Fachhochschulen wird stark praxisorientiert geforscht – wie hier an der Fachhochschule Köthen in Sachsen-Anhalt, wo unter anderem an der Gewinnung von Öl aus Algen gearbeitet wird. dpa

Praxisorientierte Forschung

An vielen Fachhochschulen wird stark praxisorientiert geforscht – wie hier an der Fachhochschule Köthen in Sachsen-Anhalt, wo unter anderem an der Gewinnung von Öl aus Algen gearbeitet wird.

BerlinEine bessere Verzahnung der stark praxisorientierten Fachhochschulen (FH) mit der regionalen Wirtschaft ist das Ziel eines Förderprogramms der Bundesregierung. Insgesamt 100 Millionen Euro stellt das Forschungsministerium nach Angaben vom Donnerstag für die auf bis zu acht Jahre angelegte Initiative „Starke Fachhochschulen – Impuls für die Region“ (FH-Impuls) zur Verfügung.

Forschungsministerin Johanna Wanka (CDU) sagte zu dem noch im Juni startenden Programm: „Wir haben die neue Initiative entwickelt, weil wir die positiven Effekte von forschungsstarken Fachhochschulen erweitern wollen. Fachhochschulen, die bei der Forschung mit den Unternehmen vor Ort intensiv kooperieren, tragen erheblich zu einer guten wirtschaftlichen Entwicklung der ganzen Region bei.“

In einem Wettbewerb sollen bis Sommer 2016 die zehn besten FH-Konzepte ermittelt werden. Das jetzt mit „FH-Impuls“ erweiterte Programm „Forschung an Fachhochschulen“ wurde von 10,5 Millionen Euro (2005) auf 46 Millionen Euro (2015) ausgebaut. 125 Fachhochschulen setzten nach Ministeriumsangaben mit einer Förderung von insgesamt rund 286 Millionen Euro seither fast 1400 Forschungsvorhaben um.

Bildungserfolg und soziale Schichten

Schulerfolg hängt von sozialer Herkunft ab

Die Lehrer sind sich einig: Der Schulerfolg hängt maßgeblich von der sozialen Herkunft ab.

Der Einfluss der sozialen Schicht des Elternhauses auf die Leistung von Schülern ist sehr groß, sagen 33 Prozent der Lehrer, groß sagen 49 Prozent der Lehrer und gar nicht groß sagen 15 Prozent. Unentschieden sind drei Prozent der Lehrer.

Lehrer sehen zunehmende soziale Differenzierung

18 Prozent der Lehrer haben den Eindruck, dass die Leistungsunterschiede zwischen den Kindern aus verschiedenen sozialen Schichten zu 60 Prozent an Grundschulen zugenommen haben, 17 Prozent haben den Eindruck, die Unterschiede haben zu 63 Prozent an Haupt/Realschulen zugenommen, 37 Prozent meinen, der Unterschied habe an Gymnasien zu 45 Prozent zugenommen.

Mittlere soziale Schichten

Von Kinder aus mittleren sozialen Schichten besuchen 52 Prozent ein Gymnasium, 33 Prozent eine Realschule, sieben Prozent eine Hauptschule, acht Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 13 Prozent eine Gesamtschule.

Schwächere soziale Schichten

Von Kindern, deren Eltern aus schwächeren sozialen Schichten sind, besuchen 30 Prozent ein Gymnasium, 34 Prozent eine Realschule, 17 Prozent eine Hauptschule, elf Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 18 Prozent eine Gesamtschule.

Höhere soziale Schichten

Von Kindern aus höheren sozialen Schichten besuchen 70 Prozent ein Gymnasium, 25 Prozent eine Realschule, fünf Prozent eine Hauptschule, ein Prozent eine Mischform aus Haupt- und Realschule und 14 Prozent eine Gesamtschule.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Billyjo Zanker

18.06.2015, 17:47 Uhr

Warum noch100-Millionen-Euro-Programm für Fachhochschulen???
Die Industrie und Politik lassen doch keine Gelegenheit aus um dem gemeinen Bürger davon zu überzeugen welche Heerscharen von "Fachleuten" aus aller Welt zu uns und auch nach Europa kommen, das Programm wäre reine Geldverschwendung.

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