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02.02.2013

14:37 Uhr

Forschungsreaktor

Atommüll aus Jülich soll in die USA

Noch in diesem Jahr will das Forschungsministerium darüber entscheiden, das mit dem Atommüll aus dem früheren Forschungsreaktor Jülich passieren soll. Eine Möglichkeit: Die Rückführung der Brennelemente in die USA.

Der Atommüll aus dem Jülicher Forschungsreaktor könnte in die USA zurückgeführt werden. dpa

Der Atommüll aus dem Jülicher Forschungsreaktor könnte in die USA zurückgeführt werden.

Düsseldorf/BerlinIm Streit um die hoch radioaktiven Brennelemente aus dem früheren Forschungsreaktor Jülich zeichnet sich eine Rückführung in das Herkunftsland USA ab. „Eine Entscheidung über die Möglichkeit der Annahme soll bis Ende dieses Jahres getroffen werden“, sagte ein Sprecher des Bundesforschungsministeriums in Berlin und bestätigte damit einen Bericht der „Wirtschaftswoche“.

Die Genehmigung für das Zwischenlager in Jülich läuft im Juni aus, es wurde aber der Antrag auf eine dreijährige Verlängerung gestellt. In dem Lager stehen 152 Castor-Behälter mit Brennelementekugeln. Gegen den ursprünglich geplanten Abtransport ins Zwischenlager Ahaus mit vielen Fahrten durch NRW hatte es heftigen Widerstand gegeben.

Der Forschungsreaktor - Betreiber sind Bund und das Land NRW - war 1988 abgeschaltet worden. Nach Aufgabe der Option Ahaus wird nun vor allem die USA-Variante verfolgt. Die US-Energiebehörde habe ihre Bereitschaft signalisiert, „dass die USA bestrebt sind, Kernbrennstoff aus anderen Ländern, der für Forschungszwecke zur Verfügung gestellt wurde, in die USA zurückzuführen, um jegliche Gefahr der weiteren Verbreitung dauerhaft zu vermeiden“, erklärt das Forschungszentrum Jülich auf seiner Internetseite.

Das Bundesumweltministerium verwies auf die Zuständigkeit des Forschungsministeriums in diesem Fall. Minister Peter Altmaier (CDU) hatte zuletzt wiederholt erklärt, dass es in seiner Amtszeit keinen Export von in Deutschland angefallenem Atommüll zur Endlagerung im Ausland geben solle. Das Forschungsministerium betonte, dass die Elemente aus den USA stammen, es habe schon in der Vergangenheit in solchen Fällen Rückführungen in das Herkunftsland gegeben.

Von

dpa

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