Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2007

17:27 Uhr

Fortbildung

Bund will mit Prämien und Krediten Weiterbildung fördern

Die staatliche Förderung der Weiterbildung außerhalb von Betrieben nimmt konkrete Formen an. Zwei Gutachten für Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU), die dem Handelsblatt vorliegen, empfehlen, die Weiterbildung künftig mit drei Instrumenten zu fördern:

BERLIN. Erstens soll vor allem das Vermögensbildungsgesetz auf den Bereich Bildung ausgeweitet werden. Zweitens soll der Bund verbilligte Bildungskredite anbieten. Drittens sollen Prämien von bis zu 154 Euro den Besuch eines Kurses außerhalb der Betriebe erleichtern. Schavan stellt die Vorschläge, zu deren Autoren auch der Wirtschaftsweise Bert Rürup zählt, am morgigen Mittwoch vor. Es wird damit gerechnet, dass Schavan sich die Vorschläge zu eigen macht.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, dass das Vermögensbildungsgesetz für lebenslanges Lernen geöffnet werden soll. Hintergrund ist, dass Deutschland deutlich weniger in berufliche Fortbildung investiert als andere Staaten. Insgesamt bildet sich nur ein Viertel der Erwerbstätigen weiter. Im Vermögensbildungsgesetz soll den Gutachten zufolge das Geld für die Bildung künftig schon vor der sonst gültigen Sperrfrist von sieben Jahren zur Verfügung stehen, ohne dass Zulagen verloren gehen. Damit könnten je nach Laufzeit von ein bis sieben Jahren Maßnahmen von 500 bis 3500 Euro finanziert werden, heißt es.

Darlehen sollen die staatseigene KfW Bankengruppe oder die Landesbanken anbieten. Beide Maßnahmen wären für den Staat ausgabenneutral, da bei der Vermögensbildung keine Zusatzkosten entstehen und bei den Darlehen die Banken das Ausfallrisiko tragen würden. Die Prämie soll – wie bei der Vermögensbildung – bis zu einem Einkommen von 17.900 Euro pro Jahr (Verheiratete: 35.800) gezahlt werden. Dies würde Kosten von 40 bis 50 Mill. Euro jährlich verursachen, heißt es in Regierungskreisen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×