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18.08.2015

09:13 Uhr

Frank-Jürgen Weise

Jobcenter brauchen mehr Hilfe bei Flüchtlingsarbeit

Mit der jetzigen personellen und finanziellen Ausstattung könnten Jobcenter Flüchtlinge nicht adäquat unterstützen, sagt Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit. Er fordert beispielsweise mehr Sprachkurse.

Um Asylbewerber besser in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, fordert Bundesagenturchef Frank-Jürgen Weise mehr Unterstützung durch den Bund. dpa

Asylbewerber im Job

Um Asylbewerber besser in den deutschen Arbeitsmarkt zu integrieren, fordert Bundesagenturchef Frank-Jürgen Weise mehr Unterstützung durch den Bund.

NürnbergDer Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, hält eine bessere finanzielle und personelle Ausstattung der Jobcenter für erforderlich, um die wachsende Zahl ratsuchender Flüchtlinge angemessen betreuen zu können. Er hoffe, dass die Bundesregierung im Haushalt 2016 dafür zusätzliche Mittel bereitstelle, sagte Weise der Deutschen Presse-Agentur.

Trotzdem sehe er die Gefahr, „dass die Mittel nicht ausreichen könnten, wenn die Zahl der Menschen, die in die Jobcenter als Flüchtling und Asylbewerber kommen, weiter steigt“, sagte Weise. Es gelte, Flüchtlinge früher und besser in den Arbeitsmarkt zu integrieren, nur so ließen sich die Kosten minimieren.

Zudem werde die Arbeit in den von Kommunen und Bundesagentur geführten Jobcentern durch überbordende Bürokratie belastet. „Wer in der heutigen Zeit mehr Mittel fordert, muss als erstes fragen, ob es nicht möglich ist, die Leistung effizienter zu erbringen. Die (für die Arbeitsagenturen zuständige) Arbeitslosenversicherung hat mehr Geld, weil sie selbstverwaltet ist, weil sie unternehmerisch geführt ist.“

Leider gebe es bei den von der Bundesagentur angestoßenen Entbürokratisierungen in der Grundsicherung keine Fortschritte.

Der BA-Chef sprach sich dafür aus, das Sprachkursangebot für Asylbewerber auszubauen. Zuwanderer, die die deutsche Sprache nicht beherrschten, könnten von den Jobcentern und Arbeitsagenturen weder gefördert noch auf freie Stellen vermittelt werden. Für dieses und nächstes Jahr sei das Finanzierungsproblem bei Basis-Sprachförderkurse durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) noch „halbwegs gelöst“. „Für 2017 muss die Anschlussfinanzierung beraten werden, damit sichergestellt ist, dass diese Sprachausbildung stattfinden kann“, sagte Weise.

Kommentare (4)

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Herr Hans Mayer

18.08.2015, 12:39 Uhr

Wieso machen unsere "Gutmenschen" keine kostenlosen Sprachkurse mit den "Facharbeitern"? ein bischen mehr sollte man schon für diese Menschen tun, nicht nur sie hier willkommen heißen und dann alleine lassen, jeder Rot Grüne/innen muss jetzt mithelfen, sonst wird das nichts und die gehen am Ende wieder enttäuscht nach hause.

Herr Billyjo Zanker

18.08.2015, 17:08 Uhr

sonst wird das nichts und die gehen am Ende wieder enttäuscht nach hause.

Das wäre ein Desaster, Dtl. und Europa ohne "Facharbeiter" und ein ganzer Industriezweig würde insolvent und ausgelöscht: Die Flüchtlings- und Gutmenschenidustrie.

Herr Wolfgang Trantow

18.08.2015, 19:29 Uhr

Warum werden die Vermittlungsunwillen nicht nach Syrien, ohne Unterstützung ausgewiesen und für ihr vorsätzliches Versagen haftbar/Ersatzpflichtig gemacht???

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