Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.03.2014

13:31 Uhr

Frauenquote

Regierung sieht Fachkräftepotenzial vor allem bei Frauen

Die Arbeitspotenziale bei Frauen sollen besser ausgeschöpft werden, um den sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Teilzeitquote mit 45 Prozent sei noch zu hoch, so Arbeitsministerin Andrea Nahles.

Die Teilzeitquote bei Frauen sei noch hoch, berichtet Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD). dpa

Die Teilzeitquote bei Frauen sei noch hoch, berichtet Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

BerlinDie Bundesregierung will die Arbeitspotenziale bei Frauen in Teilzeit besser ausschöpfen, um den zunehmenden Fachkräftemangel in den Griff zu bekommen. Zwar habe sich die Erwerbstätigkeitsquote von Frauen zwischen 20 und 64 Jahren von 65 Prozent in 2006 auf 71,5 Prozent in 2012 erhöht, heißt es in einem Bericht von Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), den das Kabinett am Mittwoch billigte.

Dennoch sei bei Frauen die Teilzeitquote mit 45 Prozent weiter hoch, „bei einer vergleichsweise niedrigen durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 18,6 Stunden. Im EU-Vergleich weist nur Portugal (16,4 Stunden) einen niedrigeren Wert auf“. Fast jede sechste Frau gebe dafür als Grund an, dass sie keinen anderen Arbeitsplatz habe finden können. Etwa jede fünfte Mutter würde gerne mehr arbeiten.

Fragen und Antworten zur Frauenquote

Ein Drittel Frauen in Aufsichtsräten ab 2016. Ist das ein Durchbruch?

Ja und Nein. Es hat auf jeden Fall einen symbolischen Wert nach dem jahrelangen, teils erbitterten Streit. Allein die Union stritt sich intern vehement, die Frauenquote war unter anderem ein Anlass für das Zerwürfnis der CDU-Ministerinnen Ursula von der Leyen und Kristina Schröder. Leyen wollte eine feste Quote für Aufsichtsrat und Vorstände. Schröder brachte eine Flexi-Quote für Unternehmen ins Spiel, deren gesetzliche Verankerung scheiterte allerdings an der FDP. Gestaltungsmacht in Unternehmen haben allerdings vor allem Vorstände - und hier darf sich auch nach dem Kompromiss jedes Unternehmen eigene Zielgrößen geben.

Wer konnte sich nun durchsetzen - Union oder SPD?

Die SPD hatte zuletzt vorgeschlagen, in Aufsichtsräten den Anteil weiblicher Führungskräfte stufenweise auf bis zu 40 Prozent im Jahr 2021 zu erhöhen und favorisierte für Vorstände eine feste Quote. Die Union wollte eine 30-Prozent-Quote für Aufsichtsräte erst 2020. Die SPD kann den früheren Zeitpunkt für sich verbuchen, die Union wiederum, eine feste Quote für Vorstände verhindert zu haben. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe sagte, der Beschluss trage „in wesentlichen Punkten die Handschrift der Union“. SPD-Parteivize Manuela Schwesig reklamierte dies auch für die SPD. So laufen Koalitionsverhandlungen.

Wie ist der Stand heute in den Wirtschaftsetagen?

Die Zahl der Frauen in den Führungsetagen der 160 börsennotierten Top-Unternehmen in Deutschland wächst nur sehr langsam. Zwölf Jahre nach der Selbstverpflichtung der Wirtschaft, mehr Frauen in Aufsichtsräte und Vorstände zu berufen, liegt ihr Anteil nach Angaben der Initiative Frauen in die Aufsichtsräte (FidAR) bei 11,7 Prozent (Stand 15. September 2013). In den Aufsichtsräten beträgt danach der Frauenanteil 17,4 Prozent, bei den Vorständen 6,1 Prozent. 37 der 160 Unternehmen haben seit Januar 2011 erstmals in ihrer Geschichte eine Frau in die Kontrollgremien berufen, einige auch in die Chefetage. Bei 31 dieser Top-Unternehmen gibt es allerdings in der Führungsetage noch immer keine einzige Frau.

Wie reagieren die Unternehmen?

Nach außen gelassen: Beim Autobauer Daimler beispielsweise sind bereits fünf von 20 Aufsichtsratsmitgliedern Frauen. Drei davon sitzen auf der Seite der zehn Arbeitgebervertreter: „Das entspricht dort bereits dem Anteil von 30 Prozent“, sagte eine Sprecherin am Montag. „Wir erfüllen die Quote also momentan schon nahezu.“ Europas größter Autobauer Volkswagen müsste den Frauenanteil in seinem Aufsichtsrat dagegen spürbar erhöhen. Von den insgesamt 20 Mitgliedern in dem Kontrollgremium sind bisher erst drei weiblich; zwei auf Kapital- und eines auf der Arbeitnehmerseite.

Weitere Potenziale, um dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sieht der zweite Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept der Bundesregierung bei älteren Menschen und in der Zuwanderung. Bereits bei 20 Berufsgruppen seien inzwischen Engpässe zu erkennen, darunter Metall- und Maschinenbauer, Energietechniker oder Pflegedienste.

Der Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, warf der Politik vor, zu wenig gegen das Problem des Fachkräftemangels zu tun. „Anstelle von Ankündigungspolitik und ideenlosen Gipfeltreffen brauchen wir einen ehrlichen Dialog von Gewerkschaften, Politik und Arbeitgebern“, sagte Wetzel der Deutschen Presse-Agentur.

Von

dpa

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

12.03.2014, 14:59 Uhr

Weiterer Vormarsch der Aussitz-Frauen. Ran an die Suppenküchen von morgen !!

In Deutschland ist die "Kruste von oben" mit GEZ-Zwangsgebühr, gleichgschaltete System-Presse, politisch gelenktes Recht, Ideologie-Politiker-Schicht als "Einheits-Brei" und Stimm-Vieh so perfekt organisiert über die letzten 40 Jahre mit "Scheinwirklichkeit und Schein-Meinungsumfragen", dass Deutschland verängstigt, ferngesteuert, fremdbestimmt so hoffnungslos verloren ist, dass sich nur noch "milder Protest" lohnt.

Demnächst wird Internet abgeklemmt und "Aufrührer" beseitigt, darauf sind die schon vorbereitet als nächste Eskalations-Stufe.
Sie wollen die Deutschen abschaffen und bis dahin ausplündern. Was soll man dagegen tun ? Alternative wählen als einziger Ausweg !

Je weniger Frau Merkel sagt und in "Erscheinung tritt" - um so mehr wird sie als "Macherin" von den Medien gefeiert. Sie wartet ab, sitzt in der Ecke, wie verängstigt mit Platzangst und brauner Kutte, die sie immer an hat.

Verschlüsseltes Handy mit Standleitung zu den Bilderbergern und Gates, Soros, Draghi, Barosso und Rompuy. Dienerschaft perfect.

Wenn sie etwas macht, dann heimlich aus der 4. Reihe heraus. Feige, spontan, sporadisch, verdeckt. Und so liebes Grinsen immer wie ein braves Mädchen. Süss !!!

Account gelöscht!

12.03.2014, 15:01 Uhr

Anstatt Kinder zu kriegen und ein gemütliches Heim zu organisieren klauben die Frauen den Männern die Jobs weg zum halben Preis - dank' Quote.

Die Chef-Etagen werden mit fernsteuerbaren Quoten-Aussitz-Frauen geflutet.

Account gelöscht!

12.03.2014, 15:07 Uhr

960 Milliarden Euro (!!!) führen Europas Steuerzahler in den nächsten 7 Jahren nach "EU in Brüssel" ab. Damit wird Brüssel mächtig gemacht um sich in Europa aufzuspielel als Grossmacht und alle Staaten als Bittsteller dastehen zu lassen, die sich Brüssel fügen müssen.

Durch die Subventionen von "EU in Brüssel" aus:

- wird Korruption gefördert, denn jeder will Fördermittel haben
- macht man die Unternehmen "EU-hörig", sie müssen Bedingungen aus Brüssel akzeptieren und sich unterwerfen
- machen den gesunden Markt kaputt, denn ohne Förderung geht man dann kaputt
- beuten die Steuerzahler in Europa aus, denn sie zahlen den ganzen Förder-Wahnsinn
- verdienen sich die EU-Bürokraten dumm und dämlich am "Lobby-Lohn" den die Unternehmen "hintenherum" dann zu zahlen haben als "Dankeschön", den über-fetten Diäten und Pensionen als gekaufte Dienerschaft.

Subventionen führen Sozialismus und Planwirtschaft ein. Ende des freien Unternehmentums. Alles Lüge, Propaganda, EU-Besoffenheit, Ausbeutung.

- Schäuble ist ein Garant für die Ausbeutung der Deutschen in Europa. Eine Schande ist das.

Mit der EEG-Umlage finanziert er die endlosen Zinsen der Staatsanleihen in Griechenland. Frankreich bezahlt nur 13 cent je KW/h und lachen uns aus.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×