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27.03.2012

10:46 Uhr

Freiwillige Verpflichtung

Wehrdienstleistende brechen oft ab

Die Abbrecherquote bei Wehrdienstleistenden bleibt über 20 Prozent. Verteidigungsminister De Maizière will Konsequenzen ziehen.

Freiwillig Wehrdienstleistende in der Knuell-Kaserne in Schwarzenborn. dapd

Freiwillig Wehrdienstleistende in der Knuell-Kaserne in Schwarzenborn.

BerlinDie Abbrecherquote bei den freiwillig Wehrdienstleistenden bleibt bei mehr als einem Fünftel. „Sie liegt immer noch über 20 Prozent. Das müssen wir verbessern“, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) der „Bild“-Zeitung vom Dienstag. Er begrüßte aber, dass es gelungen sei, nach dem Aussetzen der Wehrpflicht im vergangenen Jahr mehr als 8000 freiwillig Wehrdienstleistende für die Bundeswehr zu gewinnen.

Die durchschnittliches Verpflichtungszeit der freiwillig Wehrdienstleistenden ist demnach mit 14 bis 16 Monaten länger als von der Bundeswehr erwartet. Der Anteil der Frauen stieg von anfangs zwei auf nun 5,7 Prozent. „Immer noch zu wenig, aber eine positive Tendenz“, sagte dazu de Maizière. Als Ursache der hohen Abbrecherquote nannte er, dass sich viele Jugendliche „großartig, aber kurzfristig“ engagieren würden. Manche fänden es bereits „unzumutbar, wenn sie morgens mit geputzten Stiefeln erscheinen müssen“.

Die Wehrpflicht war im Rahmen der Bundeswehrreform im vergangenen Sommer ausgesetzt worden. Bereits seit dem Frühjahr wurden keine Wehrpflichtigen mehr einberufen. Stattdessen soll es bis zu 15.000 freiwillig Wehrdienstleistende geben. Im Dezember hatte die Bundeswehr die Abbrecherquote mit rund 28 Prozent angegeben. Darunter waren laut de Maizière in der zweiten Jahreshälfte auch viele Abiturienten gewesen, die sich parallel um einen Studienplatz beworben hatten.

 

Von

afp

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