Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.03.2011

17:55 Uhr

Freiwillige vor

Bundeswehr sorgt sich um zu wenig Nachwuchs

Die Bundeswehr zeigt sich besorgt, dass mit der Umstellung der Streitkräfte von Wehrpflichtigen auf Freiwillige der Nachwuchs ausgeht. Bleibt es bei der bisherigen Resonanz, sind Lücken bei den Streitkräften absehbar.

Rekruten vor einer Kaserne: Nach der Aussetzung der Wehrpflicht plant eine teure Werbekampagne für den freiwilligen Nachwuchs. Quelle: dapd

Rekruten vor einer Kaserne: Nach der Aussetzung der Wehrpflicht plant eine teure Werbekampagne für den freiwilligen Nachwuchs.

BerlinWenn Ende Juni die 12.000 im Januar einberufenen Gundwehrdienstleistenden wieder gehen, könnte es „tatsächlich ein Problem geben“, sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin. Daher sei eine millionenschwere Werbekampagne für Mannschaftsdienstgrade geplant und im Radio bereits gestartet worden.

Derzeit gibt es gerade mal 7.000 Interessenten für einen solchen Freiwilligendienst, obwohl in den vergangenen Wochen alle 160.000 jungen Männer angeschrieben wurden, die ihre Schule beendet haben und bereits gemustert sind. Doch seit dem 1. März werden eben keine Rekruten mehr eingezogen, sondern nur noch Freiwillige zum Dienst herangezogen.

Die Resonanz ist bislang überschaubar: Zum 1. März konnten 1.255 Freiwillige einberufen werden. Neben 875 Grundwehrdienstleistenden, die sich für einen sechsmonatigen Wehrdienst entschieden haben, kamen 380 freiwillig Wehrdienstleistende. Sollte dieser Trend bei den nächsten Einberufungsterminen am 1. April und 1. Mai anhalten, wird um die Einsatzfähigkeit ganzer Einheiten gefürchtet.

Kritik kommt deshalb vom Deutschen Bundeswehrverband, nach dessen Auffassung die Umstellung viel zu früh erfolgte. Denn noch ist das Wehrrechtsänderungsgesetz, mit dem die Wehrpflicht ausgesetzt wird und das die Anwerbungsprämien regelt, nicht im Bundestag beschlossen. Noch existiert das Attraktivitätsprogramm mit seinen 82 Maßnahmen nur auf dem Papier. Von einem „Scherbenhaufen“ ist die Rede, die Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hinterlassen habe.

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

radar

02.03.2011, 18:46 Uhr

Ein entscheidender Schwachpunkt in der Guttenberg-Planung der Umstellung der Bundeswehr in eine Freiwilligenarmee, der offenbar überhaupt nicht in Rechnung gestellt wurde.
"Wenn keiner will, geht keiner hin". Sich für wenig Geld in Auslandseinsätzen ein Loch in den Kopf schießen zu lassen, ist eben nicht besonders attraktiv

Account gelöscht!

02.03.2011, 19:11 Uhr

Das war doch klar. Es wird auf eine Unterschicht-Armee hinaus laufen. Wer keine Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt hat, wegen fehlender Schulbildung wird künftig zur BW gehen. Dann haben Merkel und Schäuble ihr Söldnerheer, was sie auch im Innern seinsetzen können und die dann auf alles schießen. Denn die beiden faseln ja schon lange vom Einsatz der BW im Innern
Mit der normalen BW wäre das gegangen.
Die NVA hat ja schließlich auch auf die eigenen Bürer geschossen und genau das will man nun wieder.
Und Offizeire mit Studium wird es dann auf Sicht auch icht mehr geben. Es wird wieder so wie in der Wehrmacht, die sind dann auf Gedeih und Verderb Soldaten, weil sie nichts anderes gelernt haben und werden somit alles machen was verlangt wird.
Armes Deutschalnd, so eine DDR-Gans zerstört alles was wir in 40 Jahren aufgebaut haben

Account gelöscht!

02.03.2011, 20:22 Uhr

http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/affaeren-diese-politiker-sind-nicht-zurueckgetreten-fotostrecke-1144976.html

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×