Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.09.2011

01:14 Uhr

Friedensprozess

Bundeswehr bleibt vorerst in Afghanistan

Die 5000 Truppen der Bundeswehr sollen nach heutigen Planungen zum Jahresende mit dem Abzug beginnen. Am Rande der UN-Generalversammlung in New York teilt Außenminister Westerwell mit, wie es um die Planung aussieht.

Außenminister Guido Westerwelle bei der UNO in New York dpa

Außenminister Guido Westerwelle bei der UNO in New York

New York Außenminister Guido Westerwelle lehnt einen vorzeitigen Abzug der deutschen Truppen aus Afghanistan wegen der neuen Anschläge ab. Die Bundeswehr könne „nicht einfach gehen und sich dem Terror beugen“, sagte Westerwelle am Donnerstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

Der Friedensprozess in Afghanistan ist durch die Ermordung des ehemaligen Präsidenten Burhanuddin Rabbani einer neuen Belastung ausgesetzt. „Kopflos herauszugehen, das würde den Terroristen den Triumph bescheren“, sagte Westerwelle nach einem Treffen mit dem afghanischen Außenminister Zalmay Rassoul. „Es wäre zugleich eine schreckliche Katastrophe für viele Menschen, die auf Freiheit setzen.“

Die Bundeswehr soll nach heutigen Planungen zum Jahresende mit dem Abzug beginnen. Derzeit sind etwa 5000 deutsche Soldaten am Hindukusch stationiert. Rassoul äußerte die Einschätzung, dass Rabbani ermordet wurde, weil er Fortschritte bei der inner-afghanischen Aussöhnung machte. „Er wurde getötet, weil er beim Friedensprozess erfolgreich war. Wenn er keinen Erfolg gehabt hätte, hätte sich niemand für ihn interessiert.“

Auf die Täter gebe es konkrete Hinweise. Es sei aber noch zu früh, um darüber zu sprechen. Der Vorsitzende des Hohen Friedensrates war am Dienstag in seinem eigenen Haus getötet worden.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Worldwatch

23.09.2011, 08:17 Uhr

".. in New York teilt Außenminister Westerwell mit, wie es um die Planung aussieht."

Ausser der Aussage, dass die Bundeswehr noch weiter in Afganisthan hocken bleibt, ist von "Planung", und bzgl., wie man nunmehr gedenkt, die Lage zu verbessern oder herumzureissen, nirgends die Rede.

Jahrelang sind die Laienspieler vor Ort, schlecht Lageunterrichtet und als Buettel u.Pruegelknabe -dazu noch von dessen Ensendern & sog. "Verbuendeten"!- vorgefuehrt, schlecht u./o. inadaequat ausgeruestet, schlecht vorbereitet und trainiert, und nun aber, in der "Spielverlaegerung", da soll d.BW fuer Afg. so richtig was bringen? Das glaubt, insb. innerhalb d.BW selbst, und nach all den Verhanepiepelungen, doch kein Mensch mehr.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×