Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.06.2014

18:43 Uhr

Frühwarnsystem

„Finanzmarktwächter“ soll 2014 starten

Der Haushaltsausschuss hat die Anschubfinanzierung des „Finanzmarktwächters“ beschlossen. Dieser soll das Marktgeschehen künftig beobachten – und notfalls Alarm schlagen. Verbraucherzentralen sollen so gestärkt werden.

Die Frankfurter Skyline. Verbraucher sollen durch den „Finanzmarktwächter“ besser vor windigen Anbietern, verschleierten Kosten und falschen Empfehlungen geschützt werden. dpa

Die Frankfurter Skyline. Verbraucher sollen durch den „Finanzmarktwächter“ besser vor windigen Anbietern, verschleierten Kosten und falschen Empfehlungen geschützt werden.

Berlin Als Frühwarnsystem für Kunden-Ärgernisse bei Banken und Sparkassen soll noch in diesem Jahr ein „Finanzmarktwächter“ aufgebaut werden. Zur Anschubfinanzierung werden 2,5 Millionen Euro im Haushalt 2014 bereitgestellt, wie Fachpolitiker von Union und SPD am Freitag in Berlin mitteilten. Ziel ist es, die Arbeit mehrerer Verbraucherzentralen zu verstärken. Sie sollen bundesweit Beschwerden von Verbrauchern erfassen und Politik und Aufsichtsbehörden auf Fehlentwicklungen hinweisen. Ebenfalls auf den Weg gebracht werden soll die Gründung eines Sachverständigenrats für Verbraucherfragen.

Das Bundesverbraucherministerium begrüßte, dass das im schwarz-roten Koalitionsvertrag vereinbarte Finanzmarktwächter-Projekt nun schnell beginnen könne. Damit sollten Verbraucher stärker geschützt werden, erklärte Staatssekretär Gerd Billen.

CDU-Expertin Mechthild Heil sagte, die Verbraucherzentralen seien eine wichtige Erkenntnisquelle, da sie jeden Tag mit Beschwerden und Anfragen konfrontiert seien. Erfahrungen aus der flächendeckenden Beratung sollten zusammengeführt werden. Ausgebaut werden sollten unter anderem Aktivitäten der Verbraucherzentralen Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Hessen und Sachsen.

Gesichert sei nun auch die Einrichtung des vorgesehenen Sachverständigenrats für Verbraucherfragen, sagte der SPD-Abgeordnete Dennis Rohde. Das Gremium mit Experten aus Wissenschaft und Praxis solle die Politik bei Entscheidungen beraten.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×