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06.04.2011

06:57 Uhr

Führungsdebatte

Erste Breitseite für FDP-Sanierer Rösler

Kaum als neuer FDP-Chef auserkoren, sind Röslers erste Festlegungen schon nichts mehr wert. Seine Rückendeckung für Fraktionschefin Homburger steht wieder infrage, und auch inhaltlich zeichnen sich erste Konflikte ab.

Philipp Rösler. Quelle: Reuters

Philipp Rösler.

Hamburg/Düsseldorf/BerlinNach dem angekündigten Wechsel an der FDP-Spitze hat der schleswig-holsteinische Fraktionsvorsitzende der Liberalen, Wolfgang Kubicki, auch eine neue Führung der Bundestagsfraktion gefordert. "Ein kompletter Enthauptungsschlag hätte weder der Partei noch der Koalition gut getan", sagte Kubicki dem "Hamburger Abendblatt". "Allerdings hoffe ich weiterhin, dass es auch Veränderungen an der Spitze der Bundestagsfraktion geben wird." Fraktionschefin Birgit Homburger steht bei einem Teil der Liberalen massiv in der Kritik.

Kubicki stellt sich damit gegen den künftigen FDP-Chef Philipp Rösler, der kurz zuvor erklärt hatte, dass die nach den jüngsten Wahlpleiten in die Kritik geratene FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger in ihrem Amt nicht gefährdet sei. In der gemeinsamen Sitzung von Bundesvorstand und Fraktion habe es große Zustimmung und großen Applaus für Homburger gegeben, sagte der Gesundheitsminister am Dienstagabend in der ARD. Dass Homburger mit einer Niederlage bei der nächsten Wahl der Fraktionsspitze im Herbst rechnen müsse, wie von Einzelnen dargestellt, sehe er "ganz und gar nicht". "Das kann sie ganz gelassen sehen", fügte Rösler hinzu.

In den Gremiensitzungen hatte es nach Angaben von Teilnehmern nur wenige kritische Stimmen zu Homburgers Arbeit gegeben. Unter anderem hatte Vorstandsmitglied Wolfgang Kubicki erneut die Performance der Fraktionsführung beanstandet. Allerdings sind Gegenkandidaturen bei der Wahl im Herbst nicht ausgeschlossen. NRW-Landeschef Daniel Bahr hat jedoch Ambitionen auf den Posten bestritten.

Rösler bekräftigte, seine Kandidatur für den Vorsitz sei nur der erste Schritt zur inhaltlichen und personellen Neuausrichtung. "Weitere Schritte müssen und werden auch folgen. Von der Bundestagsfraktion und Spitzengremien der Partei erhielt der 38-Jährige viel Zustimmung. Die endgültige Entscheidung über seine Kandidatur, seine politischen Ziele und andere Personalfragen fällt aber erst beim nächsten FDP-Bundesparteitag Mitte Mai in Rostock. Die FDP-Ministerriege im schwarz-gelben Kabinett bleibt vorerst unverändert.

Kommentare (4)

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06.04.2011, 07:21 Uhr

Aber Hallo
OK es stimmt. Durch die Parteiräson hat Rösler schwer zu tragen und die Partei den echten Neubeginn echt verschlafen. Aber das Problem liegt das wo anders, nämlich an der Person jeder Politikers, daß er immer 2 herren dienen muss.
1. der Partei (da Sie ja immer Recht hat und alles weis)
2. dem eigenen Ego (Macht-und Geldgeilheit)
Sie haben alle vergessen was Sie geschworen haben, Schaden von der BRD abzuwenden und Ihr zu dienen.(Minister)
Und dann die Sache mit der Klientel, wieso hat den die BRD so viele Lobbyisten und wer bezahlt am Schluß die Zeche?
wenn am Volk vorbei regiert wird.
Für das viele Geld sollten Sie auf Privat haften, wenn Ihnen Mißbrauch nachgewiesen werden kann.
Untersuchungsausschuß aber öffentlich.

aruba

06.04.2011, 07:34 Uhr

Guten Tag,.... Sollte sich unter all diesen neureichen Schnoeseln denn nicht einer finden der noch alte Fotos von echten Liberalen besitzt. Herr Genscher ( den Ich als lustigen ung toleranten Menschen kennengelernt habe ) Herr Mischnik, Herr Moellemann, ja sogar Graf Otto. Heute sind alle nur Karrieregeil und verschlagen. Armselige Bande. Besten Dank

alina83

06.04.2011, 08:46 Uhr

Solange die FDP-Oberen einer Frau Homburger applaudieren,
kann man die Partei nur bedauern.

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