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28.05.2011

17:27 Uhr

Führungswechsel

Kramp-Karrenbauer neue CDU-Chefin an der Saar

Der Führungswechsel an der Saar läuft nach Plan. Am Samstag wurde die 48-jährige Ministerin Kramp-Karrenbauer zur CDU-Landesvorsitzenden gekürt. Nach dem Sommer soll sie dann das Land regieren.</HEADER>

Annegret Kramp-Karrenbauer (rechts) ist neue Landeschefin der CDU Saar. Sie folgt Peter Müller (links) nach. Quelle: dpa

Annegret Kramp-Karrenbauer (rechts) ist neue Landeschefin der CDU Saar. Sie folgt Peter Müller (links) nach.

DillingenNach mehr als einem halben Jahrhundert tritt eine Frau an die Spitze der saarländischen Politik: Die CDU des kleinsten deutschen Flächenlandes wird künftig von der designierten Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer geführt. Die 48- Jährige wurde am Samstag bei einem Parteitag mit großer Mehrheit zur Nachfolgerin von Regierungschef Peter Müller an der Parteispitze gewählt. Nach der Sommerpause will sich der 55-Jährige ganz aus der Politik zurückziehen und auch das Ministerpräsidentenamt an seine Wunschnachfolgerin abtreten. 

Kramp-Karrenbauer kündigte in einer 80 Minuten lange Rede eine neuen Führungsstil der Offenheit und des Zuhörens und eine Politik mit „Kopf, Herz und Hand“ an. Sie forderte ihre Partei zu einem offen „Disput“ auf. „Querdenker“ seien herzlich willkommen. Nur so könnten die Menschen für die CDU gewonnen werden. „Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere CDU-Saar die attraktivste Kraft ist“. 

Im Regierungsbündnis mit FDP und Grünen will sie sich auch künftig strikt an den Koalitionsvertrag halten. Kritik, das Profil gehe in dem Regierungsbündnis verloren, wies sie zurück. „Unsere Handschrift ist klar erkennbar und wird erkennbar bleiben.“ So habe die CDU dafür gesorgt, dass bei der Einführung der Gemeinschaftsschule das Gymnasium durch Festschreibung in der Verfassung gesichert bleibe. 

Beim Ausstieg aus der Atomenergie werde die CDU dafür sorgen, dass Strom in der Übergangsphase für Unternehmen und Bürger bezahlbar bleibe. Die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke durch die Bundesregierung sei ein „Fehler“ gewesen, betonte sie erneut. Gleichzeitig sprach sie sich nochmals für eine offene Diskussion zur Einführung eines allgemeinen gesetzlichen Mindestlohns und den Erhalt des Elterngeldes aus. Dies müsse auch die FDP erkennen. 

Kramp-Karrenbauers Rede wurde von den knapp 350 Delegierten mit begeistertem Applaus aufgenommen. Bei der Wahl erhielt sie 95,6 Prozent der gültigen Stimmen. Auf den bisher von ihr bekleideten Stellvertreterposten rückte Innenminister Stephan Toscani nach. Für ihn votierten 96,5 Prozent der Delegierten. 

Toscani hatte sich zunächst auch für die Müller-Nachfolge interessiert, im Januar aber zugunsten von Kramp-Karrenbauer auf eine Kandidatur verzichtet. „Wir sind ein Team, aber mit einer klaren Rollenverteilung“, sagte Toscani. Kramp-Karrenbauer bleibe die „Nummer 1“. 

Müller wählten die Delegierten auf Vorschlag von Kramp-Karrenbauer per Handzeichen einstimmig zum Ehrenvorsitzenden der Saar-CDU. Er strebt einen Richterposten beim Bundesverfassungsgericht an, hält sich aber auch andere Optionen offen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

29.05.2011, 15:34 Uhr

Schon wieder so ein Weib. Je mehr Weiber wir in die Politik bekommen, desto schlechter wird es.
Und dann der Name Kramp-Karrenbauer, mein Gott, der ist ja kaum auszusprechen. Aber das ist so bei den Emanzen
Ist wie Leutheuser-Schnarrenberger

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