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29.04.2015

10:21 Uhr

Fünf Bundesländer scheren aus

Mietpreisbremse startet später

Im März hat der Bundestag die umstrittene Mietpreisbremse verabschiedet, in Kraft tritt sie pünktlich nur in Berlin. Andere Länder, wie Nordrein-Westfalen, lassen sich Zeit. Fünf Länder wollen sie gar nicht einführen.

In welchen Gebieten sie gilt, entscheiden die einzelnen Bundesländer selbst. dpa

Mietpreisbremse

In welchen Gebieten sie gilt, entscheiden die einzelnen Bundesländer selbst.

BerlinDie Mietpreisbremse wird einem Pressebericht zufolge in einigen Bundesländern mit Verzögerung starten und in fünf Ländern voraussichtlich erst einmal gar nicht. Wie die „Bild“ am Mittwoch unter Berufung auf eine Umfrage in allen 16 Bundesländern berichtete, will nur Berlin die Mietpreisbremse pünktlich zum 1. Juni einführen. In Nordrhein-Westfalen soll sie demnach zum 1. Juli in Kraft treten, in Rheinland-Pfalz „bis zur Sommerpause“.

Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Bremen wollen die Mietpreisbremse laut „Bild“ bis spätestens September einführen, in Brandenburg soll sie spätestens Ende des Jahres gelten. In Niedersachsen ist die Einführung dem Bericht zufolge erst im nächsten Jahr geplant.

Was Immobilien AGs von der Mietpreisbremse halten

Wie viele Ihrer Immobilien sind von der Mietpreisbremse betroffen?

Keine Immobilie: elf Prozent
zwischen 0 und 1/3 des Bestandes: 45 Prozent
zwischen 1/3 und 2/3 des Bestandes: 22 Prozent
zwischen 2/3 und dem ganzen Bestand: 22 Prozent
Umfrage des Bankhauses Ellwanger&Geiger unter 36 Immobilien AGs.

Werden die Aktienkurse durch die Mietpreisbremse sinken?

Ja: 27 Prozent
Nein: 64 Prozent
Unentschlossen: neun Prozent

Werden Sie künftig Städte ohne Mietpreisbremse bevorzugen?

Ja: 0 Prozent
Nein: 89 Prozent
Option wird geprüft: elf Prozent

Wird Wohnungsprivatisierung eine größere Rolle spielen?

Ja: elf Prozent
Nein: 78 Prozent
Option wird geprüft: elf Prozent

Werden Immobilien mit höherem Cashflow wichtiger?

Ja: 22 Prozent
Nein: 33 Prozent
Es bleibt unverändert: 45 Prozent

Halten Sie Einführung eines degressiven Afa für richtig?

Ja: 22 Prozent
Nein: 45 Prozent
Unentschieden: 33 Prozent

Umfang der Modernisierung nach Mietpreisbremse

In gleichem Maße: 75 Prozent
Weniger als bisher: 12,5 Prozent
Mehr als bisher: 12,5 Prozent

Voraussichtlich fünf Bundesländer wollen die Mietpreisbremse nach Informationen der „Bild“-Zeitung erstmal gar nicht einführen. Sachsen-Anhalt sehe „keinen Umsetzungsbedarf“, das Saarland „keine Notwendigkeit“. Genauso sei es in Thüringen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern. In Bayern, Hamburg, Hessen und Schleswig-Holstein soll die Preisbremse zwar „zügig“ eingeführt werden, ein konkreter Starttermin liegt laut „Bild“ in diesen Ländern aber noch nicht vor.

Durch die Mietpreisbremse sollen die Mieten in begehrten Wohngegenden weniger stark steigen: Bei Wiedervermietungen von Wohnungen in Ballungsgebieten dürfen die Mieten nicht mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. In welchen Gebieten dies greift, bestimmen die einzelnen Bundesländer. Für Neubauten und nach umfassenden Sanierungen gilt die Mietpreisbremse nicht. Die Novelle tritt voraussichtlich im Juni in Kraft.

Von

afp

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