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05.03.2012

23:43 Uhr

G-20 Staaten

Merkel warnt Schwellenländer vor Protektionismus

Bundeskanzlerin Merkel will die Beziehungen zu Brasilien vertiefen. Auf der IT-Messe CeBIT sprach sie mit Brasiliens Präsidentin Rousseff über die Sorgen von Schwellenländern. Merkel hatte auch mahnende Worte parat.

Bundeskanzlerin Merkel auf der CeBIT Reuters

Bundeskanzlerin Merkel auf der CeBIT

HannoverBundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut Verständnis für die Sorgen der Schwellenländer vor eine Flut billigen Geldes aus den Industriestaaten geäußert. Zugleich warnte Merkel Brasilien und andere aufstrebende Staaten vor Protektionismus.

Die Lösung für beide Probleme sei vor allem mehr Vertrauen in der Gruppe der G20-Staaten, sagte Merkel am Montagabend zur Eröffnung der IT-Messe CeBIT in Hannover. „Wir müssen uns aufeinander verlassen können, wir müssen uns auf faire Rahmenbedingungen verlassen können.“ Zugleich warb die Kanzlerin für mehr Vertrauen in die Europäische Union und die Euro-Zone.

Hintergrund ist die Forderung Brasiliens und anderer IWF-Staaten, die Europäer müssten mehr zur Stabilisierung des gemeinsamen Währungsraums leisten, bevor der IWF weitere Hilfsgelder für Euro-Staaten bereitstellt.

Mit der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff sprach Merkel die Ängste von Schwellenländern vor einer Politik des billigen Geldes der Notenbanken in den USA, Europa und Japan selbst offen an.

„Die brasilianische Präsidentin hat von einem Tsunami an Liquidität gesprochen und ihre Sorgen geäußert.“ Bereits am Freitag hatte die Kanzlerin auf dem EU-Gipfel versichert, die Europäer seien bestrebt, keine neuen Finanzblasen zu bilden. Gleichzeitig beklagte Merkel Handelsbeschränkungen in Schwellenländern. „Auf der anderen Seite schauen wir wiederum, was gibt es für protektionistische und einseitige Maßnahmen“, sagte sie mit Blick auf Klagen europäischer Industrieunternehmen über brasilianische Einführzölle.

Kommentare (16)

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Walter_F

06.03.2012, 00:58 Uhr

Der Crash kommt. Vertrauen? Wer vertraut noch Jemanden der Verträge reihenweise verletzt? Höchstens ein Schelm. Es wird Zeit sich mit Verbrauchsgütern für mindestens 6 Monate zu bevorraten: Wenn der deutsche real Arbeitende begreift, wie er immer mehr für wenig schlechtes Geld arbeitet, seine Spareinlagen nichts mehr wert werden und Vorsorge keinen Sinn macht - dann Gnade uns Gott! Wird er dann noch früh aufstehen und für NICHTS wackeln gehen? Wenn nicht, dann macht das Hirngespinnst "EU" ganz schnell und einfach "Blubb". Viel Spaß noch im Fantasia- Land.

Account gelöscht!

06.03.2012, 07:50 Uhr

ich glaube nicht das der große Crash kommt, weil alles
bereits zu sehr vernetzt ist. Im Moment Lohnt es sich in Deutschland zu arbeiten.
ein großes starkes Europa wächst herran.

fondsberater

06.03.2012, 07:50 Uhr

Die meisten Schwellenländer haben einen klaren Wirtschaftsplan zum Aufbau der eigenen Industrie. Die kann aber nur schützen wenn man nicht zum Import-Trottel der etablierten, westlichen Industrien degradiert wird. Der Vorwurf des Protektionismus ist da schnell erhoben, dabei wären wir sehr gut beraten auch endlich einmal Wirtschaftspolitik zu machen, mit klaren Zielen. Ich befürchte leider, daß die FDP dazu keinerlei Kompetenz hat. Die jetzige Konjunktur basiert lediglich auf boomenden Automotive und Maschinenbau - extrem zyklische Branchen. Ein Plan B ist nirgendwo zu erkennen. soviel geistige Windstille war selten.
Dazu kommen noch die erwartenden Fiskalbelastungen, bei Euro ist die letzte Rechnung für Deutschland noch lange nicht geschrieben - auch kein gutes Konjunkturprogramm.

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