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19.01.2004

19:10 Uhr

G20 soll weltweite Finanzstabilität stärken

Eichel startet Initiative gegen Geldwäsche

Bundesfinanzminister Hans Eichel ruft die in der Gruppe der 20 (G20) organisierten Industrie- und Schwellenländer zu einer Initiative gegen Terrorfinanzierung und Geldwäsche auf. Eichel strebt eine breit angelegte Strategie gegen den Missbrauch des internationalen Finanzsystems an.

HB BERLIN. „Die Marktakteure brauchen Vertrauen in den Schutz der Finanzmärkte gegen kriminelle Aktivitäten“, schreibt der Minister in einem Beitrag für das Handelsblatt. Eichel hat zum Jahresanfang den Vorsitz der Gruppe übernommen, die als Dialogforum für die Finanzminister und Notenbankchefs von 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländern dient.

Ein weiterer Schwerpunkt der G20-Agenda soll die weltweite Stärkung der langfristigen Wachstumskräfte sein. „Die deutlich unterschiedlichen Wachstumsraten in verschiedenen Regionen drängen auf eine Analyse der Wachstumsprozesse und der dahinter stehenden Politikansätze“, schreibt der Finanzminister. Ziel sei es, gemeinsame Schlüsselelemente für inflationsfreies und dauerhaftes Wachstum zu identifizieren, die die Basis erfolgreicher Wirtschaftsstrategien bilden könnten.

Ferner soll der G20-Kreis das Thema Entwicklung und Stärkung der inländischen Finanzmärkte sowie deren Integration in das internationale Finanzsystem diskutieren. Hier sollen verschuldeten Schwellenländern Wege aufgewiesen werden, wie sie Fremdwährungsrisiken begrenzen können. Auch die Vertiefung regionaler Kooperationen steht auf dem Programm.

Höhepunkt des deutschen G20-Vorsitzes soll ein Gipfel im November in Berlin sein. Die G20 war 1999 in Berlin auf Initiative Eichels gegründet worden. Sie vertritt zwei Drittel der Erdbevölkerung und mehr als 90 Prozent des Weltsozialprodukts. An den Gesprächen der G20 nehmen auch Vertreter des IWF und der Weltbank teil. 2005 wird China den Vorsitz der Gruppe übernehmen.

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