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09.06.2015

14:26 Uhr

G7-Klimaziele

Die Mondmission

VonDana Heide

Zwei-Grad-Ziel und der Verzicht auf klimaschädliche Energieträger: Die Klimavorgaben der G7 wirken nicht von dieser Welt und ihre Erfüllung erscheint in weiter Ferne. Dennoch sind solche Lippenbekenntnisse wichtig.

... lässt vielleicht die Sterne erreichen. Die G7-Staaten setzen sich ambitionierte Ziele in Sachen Klimaschutz. ap

Der Griff nach dem Mond

... lässt vielleicht die Sterne erreichen. Die G7-Staaten setzen sich ambitionierte Ziele in Sachen Klimaschutz.

BerlinIm Amerikanischen gibt es den Motivationsspruch „Aim for the moon, then the stars are within your reach“ – ziele auf den Mond, dann kannst du die Sterne erreichen. Die G7-Staats- und Regierungschefs haben mit ihren Beschlüssen in Elmau den Mond in den Blick genommen. Nichts Geringeres als die Dekarbonisierung der eigenen Wirtschaft haben sie beschlossen, also der Verzicht auf Energieträger, die klimaschädliches Kohlendioxid produzieren.

Vor dem Schreckensszenario, dass die nachfolgenden Generationen mit Überflutungen und Hitzekatastrophen kämpfen müssen, sollte der Klimawandel wie prognostiziert eintreten, erscheint dieses Ziel überfällig. Bereits vor Jahrzehnten wurde gemahnt, dass die Menschheit ihren Konsum von fossilen Ressourcen zügeln muss. Damals noch aus anderen Gründen, nämlich der Befürchtung, dass diese Rohstoffe in naher Zukunft unwiederbringlich verbraucht sind.

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Anders als RWE-Chef Terium hat sich Vattenfall-Chef Magnus Hall bisher kaum öffentlich zur geplanten Kohleabgabe geäußert. Kurz vor einem politischen Spitzentreffen zu dem Thema redet er Klartext.

Doch schon jetzt ist klar: Nicht für alle Länder wird das Ziel der Wirtschaft ohne Klimagase erreichbar sein. Deutschland hat zuletzt seine Kohlekraftwerke eher hoch- als runtergefahren, Japan bläst seit der Fukushima-Katastrophe immer mehr klimaschädliche Gase in die Luft. Und die USA? Die berauschen sich gerade an ihrem billigen Fracking-Gas und dürften nicht im Traum daran denken, den Schmierstoff für ihre Wirtschaft so schnell wieder aufzugeben.

Dennoch ist es wichtig, dass der Mond angepeilt wird. Nur wenn von oberster Stelle drastische Zielvorgaben kommen, werden von allen Verantwortlichen ernsthaft Lösungen gesucht und handfeste Kompromisse gemacht. Dann besteht die Chance, wenigstens die Sterne zu erreichen.

Kommentare (5)

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G. Nampf

09.06.2015, 14:59 Uhr

Ein Hauptgrund für die CO2-Emmissionen ist unser vollkommen überzogener Mobilitätsanspruch, d.h. daß wir wie selbstverständlich annehmen, daß wir jederzeit Personen/Waren sofort und individuell von A nach B transportieren zu müssen

Stichworte: "Just in time" in der Wirtschaft/ Billigfluglinien+ Fernreisen/ Spargel aus Peru (allgemein: jedes Lebensmittel jederzeit überall für jeden)

Account gelöscht!

09.06.2015, 15:21 Uhr

Was die G7 mit der CO2 freien Wirtschaft fordert ist nichts anderes als die westlichen Industrieländer in das Zeitalter von Mangel und Armut zurück zu führen.
Unser Wohlstand basiert auf den Energietärgern Kohle, Gas, Oel und Uran. Das ist die Vorrausetzung für unserer wirtschaftliche Wertschöpfungskette = Wohlstand! Wer diese Energieträger jetzt politisch-ideologisch verbieten will, der will die Gesellschaft in eine neue Mangel und Armutsgesellschaft führen!
Das ist FAKT!
Die sog. Erneuerbaren Energien können weder Strom preisgünstig noch zuverlässig erzeugen und die Speicher bleiben Speicher und sind von den Launen der Natur (Wind und Sonne) vollkommen abhängig.
Energiewende/EEG/CO2 Verbot = erst kommt die Lüge (CO2 sei schädlich und Energie kann gewendet werden), dann kommt der Betrug/Selbstbetrug (ein marktfeindliches EEG) danach der Mangel (Energieeinsparzwangsverordnung) und zum Schluss die Armut (explodierende Strompreise bei einer gleichzeitg mangelhaften Stromversorgung).
Auch die Medien in Deuschland sollten sich langsam mal Gedanken darüber machen, wie lange sie sich noch von den Grünen, Greenpeace, WWF und anderen marktfeindlichen Organisation vor den Karren spannen lassen wollen. Auch für die Medien ist die Stromversorgung auf Basis einer konventionellen Kraftwerksleistung von sehr hoher bedeutung. Nicht nur das billige Produkt Strom ist für die Medien ein Kosten und Wirtschaftsfaktor, sondern auch das dieser zuverlässig und im ausreichenden Maße für die gewaltigen Datenmengen (Server, IT) zur Verfügung steht.
Eine CO2 freie Wirtschaft macht nicht halt bei der Durchsetzung von Mangel und Armut bei den Medien....die Medienunternehmer werden dies noch extrem zu spüren bekommen.
Und eines noch! Wer weniger CO2 fordert, der hilft nicht den Hunger in der Welt zu bekämpfen, sondern diesen auszuweiten. CO2 ist der Pflanzendünger Nummer 1. Um so mehr CO2 um so mehr Nahrung und um so weniger hungernde Menschen auf unseren Planeten. Danke!

Frau Margrit Steer

09.06.2015, 17:22 Uhr

Ich schließe mich beiden Kommentatoren an.
Genau so ist.
Erst begehen wir Spinnerein wie Billigflüge etc., dann meinen wir, man müßte nun alles platt machen

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