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28.09.2012

16:42 Uhr

Gabriel nominiert Ex-Finanzminister

„Die Macht der Märkte bändigen - dafür ist Steinbrück der beste Kanzler“

VonDietmar Neuerer, Georg Watzlawek, Daniel Klager

Die SPD sprengt die Troika: Parteichef Gabriel hatte seinen Anspruch für 2013 längst aufgegeben, nun passt Fraktionschef Steinmeier. Peer Steinbrück tritt für die SPD gegen die Kanzlerin an, der Wahlkampf ist eröffnet.

Der letzte Auftritt der Troika: Peer Steinbrück (Mitte) mit Parteichef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. dpa

Der letzte Auftritt der Troika: Peer Steinbrück (Mitte) mit Parteichef Sigmar Gabriel und Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

BerlinSo schön hatte sich die SPD die Kandidatenkür ausgedacht: Ihre drei besten Männer sollten im Gleichschritt bis zur Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 marschieren - und bis dahin friedlich und einvernehmlich unter sich ausmachen, wer denn nun die besten Chancen hat, die Kanzlerin im Herbst 2013 zu schlagen. Das Erstaunliche daran ist: die Harmonie hielt. Nur der Zeitplan erwies sich als illusorisch.

Schon jetzt, ein Jahr vor der Bundestagswahl steht fest, dass der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück SPD-Kanzlerkandidat wird. SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Parteichef Sigmar Gabriel lassen dem Ex-Finanzminister den Vortritt.

Zum Schluss ging alles ganz schnell. Steinmeier, der bereits bei der letzten Bundestagswahl keine Chance gegen Angela Merkel (CDU) hatte, zog in einem persönlichen Gespräch mit Steinbrück seinen Anspruch zurück, erfuhr Handelsblatt Online in Parteikreisen. Gabriel, der schon lange zuvor aufgegeben hatte, wollte am Montag offiziell den Parteivorstand und dann auch die Presse informieren. Eigentlich.

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Mit dem Papier zur „Bändigung der Finanzwelt“ eröffnet Steinbrück den Wahlkampf.

Doch am Freitagmorgen sickerte die Information durch. Nach einer ersten Eilmeldung bestätigte die SPD-Bundestagsabgeordnete Brigitte Zypries auf ihrer Facebook-Seite die Entscheidung.

Die Ex-Ministerin saß gerade mit Steinbrück und dem Landrat ihres Wahlkreises zusammen, griff zum Handy und gratulierte: "Es ist nicht so, dass wir drei jetzt Peer zum Kanzlerkandidaten ausgerufen hätten- aber es stimmt, er wird es! Gratulation!!" Die frühere Bundesjustizministerin postete auch noch ein Foto von sich und Steinbrück beim Frühstück - das deutlich zeigt, dass der Kanzlerkandidat auf seine vorschnelle Kür nicht vorbereitet war.

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Der SPD-Politiker will es bei der nächsten Wahl bis ins Kanzleramt schaffen.

Parteichef Gabriel musste seine Teilnahme an einem SPD-Kongress in München kurzfristig absagen und reiste nach Berlin zurück. Er berief rasch eine Telefonkonferenz des Parteivorstandes ein - an der auch Steinbrück teilnahm. Telefonisch erklärte Gabriel seinen Vorstandskollegen, dass er den 65-Jährigen am Montag in einer Sondersitzung förmlich vorschlagen will. Der Kandidat wird mit der Äußerung zitiert: "Das Programm muss zum Kandidaten passen und der Kandidat zum Programm."

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Kommentare (157)

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28.09.2012, 09:46 Uhr

Bei Steinbrück fällt mir ein:

- dumpfe Parolen, Banken-bashing
- Bilderberger

Dann gut' Nacht Deutschland. Aber immer noch besser als ex-FDJ-Merkel ...

Ist_sowieso_alles_egal

28.09.2012, 09:47 Uhr

OMG - ausgerechnet Steinbrück, der GröDaZ (Größte Dummschwätzer aller Zeiten)

mash

28.09.2012, 09:47 Uhr

Das war doch schon jedem, der ihn bei dem letzten Bilderbertreffen gesehen hat, klar.

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