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22.08.2014

18:19 Uhr

Garantie fast zehn Jahre verfallen

Bundeswehr-Flugzeuge nicht ausreichend gepanzert

Transall-Flugzeuge sind die Lastesel der Bundeswehr. Mit den Maschinen werden auch Regierungsmitglieder in Krisengebiete transportiert. Dabei ist Garantie für den Schutz der Flieger seit fast zehn Jahren abgelaufen.

Zuletzt saß Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seiner Irak-Reise sieben Stunden lang in Transall-Fliegern. Reuters

Zuletzt saß Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seiner Irak-Reise sieben Stunden lang in Transall-Fliegern.

Berlin Die Panzerung der bis zu 50 Jahre alten Bundeswehr-Transportflugzeuge vom Typ Transall bietet nach Angaben des Herstellers keinen ausreichenden Schutz mehr gegen Angriffe. „Leib und Leben der sich an Bord befindlichen Soldaten sind damit u.E. gegen die ballistische Bedrohung im Einsatz nicht mehr verlässlich geschützt“, zitiert das ARD-Hauptstadtstudio aus einem Brief des Unternehmens Garant GmbH, das die Schutzplatten für die Bordwand hergestellt hat.

Mit den Transall-Maschinen werden auch Regierungsmitglieder in Krisengebiete transportiert. Zuletzt saß Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) bei seiner Irak-Reise sieben Stunden lang in Transall-Fliegern.

In dem Brief an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schreibt der Hersteller, er weise die Luftwaffe, das Beschaffungsamt der Bundeswehr sowie die Wartungsfirma seit Jahren vergeblich darauf hin, dass die Garantie für den Schutz seit fast zehn Jahren abgelaufen sei. „Dies bedeutet, dass im Falle eines Beschusses keine Gewährleistung besteht, dass die entsprechenden Geschosse oder Splitter gehalten werden.“

Dienstgrade und Besoldungsgruppen

Rekrut in Grundausbildung

Verpflichtet sich ein junger Mensch als Zeit- oder Berufssoldat, so muss er zunächst die dreimonatige Grundausbildung durchlaufen. Während dieser Zeit ist der Rekrut einfacher Soldat, der niedrigste der Dienstgrade. Dort wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A3 bezahlt. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 1920,04 Euro brutto im Monat.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung / bundeswehr.de

Gefreiter

Nach Abschluss der Grundausbildung erhalten Soldaten die erste Beförderung zum Gefreiten. Das verschafft ihnen einen Zuschlag von 34,26 Euro auf ihren Sold, sie erhalten dann 1954,30 Euro brutto im Monat.

Oberstabsgefreiter

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der sogenannten Mannschafts-Laufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsgefreiten. In diesem wird er entsprechend der Besoldungsgruppe A5 plus einer Amtszulage bezahlt. Beispielsweise für einen 29-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf 2189,21 Euro brutto im Monat.

Stabsunteroffizier

Die nächsthöhere Laufbahn, die Einsteiger wählen können, ist die Unteroffizierslaufbahn. Es ist beispielsweise möglich, mit einem mittleren Schulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung direkt als Stabsunteroffizier eingestellt zu werden. Als solcher wird man entsprechend der Besoldungsgruppe A6 plus einer Zulage bezahlt. Unteroffizier sind Beamte des mittleren, nicht des einfachen Dienstes. Das entspricht einem Einstiegsgehalt von 2041,51 Euro brutto im Monat.

Oberstabsfeldwebel

Der höchste Dienstgrad, den Soldaten der Unteroffizierslaufbahn erreichen können, ist der des Oberstabsfeldwebels. Dieser wird entsprechend der Besoldungsgruppe A9 mit Amtszulage bezahlt. Etwa für einen 37-jährigen Berufssoldaten beläuft sich das insgesamt auf ein Bruttogehalt von 3192,03 Euro im Monat.

Hauptmann

Die höchste der drei Laufbahnen der Bundeswehr ist die Offizierslaufbahn. Hat ein angehender Soldat zur Zeit seiner Verpflichtung Abitur und ein Studium mit dem Master abgeschlossen, kann er beispielsweise direkt als Hauptmann eingestellt werden. Dies entspricht der Besoldungsgruppe A11 und somit einem Einstiegsgehalt von 3006,77 Euro brutto im Monat.

Brigadegeneral

Ausschließlich Berufssoldaten vorbehalten sind die Dienstränge der Generalität, erkennbar an den goldenen Schulterklappen. Der niedrigste davon, der Brigadegeneral (oder Ein-Stern-General, wie sie in den USA oft heißen) wird gemäß Besoldungsgruppe B6 bezahlt. Das bedeutet ein Grundgehalt von 8725,94 Euro brutto im Monat.

General

Der höchste Dienstgrad der Bundeswehr ist der General, oder auch Vier-Sterne-General. In Friedenszeiten gibt es davon maximal zwei, wovon einer der Generalinspekteur der Bundeswehr ist. Er wird nach der Besoldungsgruppe B10 bezahlt. Das entspricht einem Grundgehalt von 12.040,35 Euro brutto im Monat. Als Generalinspekteur gibt es noch eine Amtszulage oben drauf, so dass die Stelle mit insgesamt 12481,23 Euro vergütet wird.

Zuschlag: Kampfjet-Piloten

Zusätzlich zu den Grundgehältern gibt es zahlreiche Zuschläge für Soldaten, abhängig etwa von verantwortungsvoller Position, gefährlicher Arbeit oder ungünstigen Arbeitszeiten und -orten. So erhalten beispielsweise Piloten, die für die Luftwaffe einen Eurofighter fliegen, 953,17 Euro zusätzlich zu ihrem Grundgehalt.

Zuschlag: U-Boot-Besatzungen

Marinesoldaten, die auf U-Booten eingesetzt werden, erhalten aufgrund ihrer besonderen Einsatzbedingungen eine Erschwerniszulage von 230,08 Euro im Monat. Ab 16 Monaten auf See gibt es für sie pro Monat zusätzlich noch einmal 214,74 Euro.

Zuschlag: KSK

Die Elitesoldaten der Bundeswehr, das Kommando Spezialkräfte (KSK), die etwa auf Geiselbefreiungen spezialisiert sind, erhalten wegen der besonderen Gefährlichkeit ihrer Einsätze eine Zulage von 900 Euro im Monat zusätzlich zum Grundgehalt.

Zuschlag: Auslandseinsatz

Zeit- oder Berufssoldaten, die für die Bundeswehr im Auslandseinsatz sind, erhalten einen steuerfreien Zuschlag zwischen 30 und 110 Euro pro Tag auf ihren Sold. Im Monat kann das bis zu 3410 Euro zusätzlich ausmachen.

Die Garant GmbH soll die Transalls dem Bericht zufolge in den Jahren 1994 bis 1996 mit Schutzmatten und -platten ausgerüstet haben. Ein Sprecher der Luftwaffe sagte der Deutschen Presse-Agentur, es gebe keine Anhaltspunkte, dass der Schutz nicht mehr gewährleistet sei. Die Bundeswehr habe 2011 eigene Beschussversuche durchgeführt, die zwölf Prozent weniger Leistung erbracht hätten. Das entspreche aber immer noch den Anforderungen. Neue Tests seien geplant, der Zeitpunkt aber noch offen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Delete User Delete User

22.08.2014, 19:38 Uhr

Zitat:
"In dem Brief an Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) schreibt der Hersteller, er weise die Luftwaffe, das Beschaffungsamt der Bundeswehr sowie die Wartungsfirma seit Jahren vergeblich darauf hin, dass die Garantie für den Schutz seit fast zehn Jahren abgelaufen sei. „Dies bedeutet, dass im Falle eines Beschusses keine Gewährleistung besteht, dass die entsprechenden Geschosse oder Splitter gehalten werden.“"



Was ist uns denn von Guttenberg oder De Maitiere, den Vorgängern von von der Leyen in Erinnerung geblieben.

Guttenberg war damit beschäftigt sich selbst mit seiner Frau in Szene zu setzen. Da scheint ihm ja wohl die Sicherheit seiner Schutzbefohlenen ziemlich egal gewesen zu sein.

Und De Maiziere hat sich mit seinem Millionengrab dem Drohnenprojekt ebenfalls von den Sicherheitsanforderungen für seine Schutzbefohlenen weit entfernt.

Oder war es Unwissenheit dieser beiden Herren? Wohl kaum - Hauptsache einen gemütlichen Politikerposten bis zur Pension, da ist es doch egal, ob die Truppe mit alten maroden Material ausgestattet ist.


Und nun will der De Maiziere einen Schutzschild gegen den Cyberwar aufbauen, obwohl er es nicht mal geschafft hat, die Schutzschilde (Panzerung) unserer Transalls zu erneuen. De Maiziere ist ein Nomadenpolitiker, der von Posten zu Posten zieht und verbrannte Erde hinterlässt.

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