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04.10.2011

11:28 Uhr

Gastbeitrag

Mit Merkels „Friss-oder-stirb“-Politik in den Abgrund

VonWerner Marnette

ExklusivEx-CDU-Minister Marnette sieht die Attacke des Kanzleramtsministers auf einen Euro-Abweichler nicht als Einzelfall. Er macht Merkel verantwortlich und prophezeit seiner Partei in einem Gastbeitrag den Niedergang.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

DüsseldorfEs wird gegessen, was auf den Tisch kommt – nach dieser Devise regieren Merkel und ihre Entourage unser Land. Ohne Widerspruch sollen Parlamentarier und Bürger herunterwürgen, was ihnen Regierung und Spitzenpolitiker  vorsetzen. Ohne lästige Diskussion – weder in den Parteien noch in den Parlamenten oder in der Öffentlichkeit. Denn dafür, so suggerieren sie, sei einfach keine Zeit.

Aber die Bürger haben ein Gespür dafür, wenn die Küchenchefin und ihre Mannschaft ohne Rezept sind und ihnen einen konzeptlosen Brei als alternativloses Menu auftischen. Sie beantworten diese Täuschung mit einem klaren Vertrauensentzug. Die großen Volksparteien müssen deshalb bereits davor zittern, bei Wahlen überhaupt die 30-Prozent-Hürde zu meistern. Die Liberalen haben sich in kürzester Zeit praktisch atomisiert. Einzig die Grünen bieten scheinbar ein Hoffnungspotenzial, während neue parapolitische Gruppierungen aus dem Nichts entstehen.

Die Bundesregierung und die sie tragenden Parteien sollten schnellstens realisieren, dass den Bürgern immer häufiger aufstößt, was zu schlucken, sie gezwungen werden: Wie in diesem Jahr, als die sogenannte Energiewende völlig überstürzt durch das Parlament gepeitscht wurde. Und es noch schlimmer kam, als am 29. September der Deutsche Bundestag schließlich schwindelerregenden Milliardenbeträgen für den so genannten Euro-Rettungsschirm zustimmen musste, die in außerparlamentarischen und europäischen Kungelkreisen ausgeheckt worden waren.

Beide Themen sind zwar inhaltlich und auch in ihrer Wirkung nicht miteinander vergleichbar, aber eines haben sie gemeinsam: Sie schwächen bzw. gefährden den Wirtschafts- und Finanzstandort Deutschland und Europa. In beiden Fällen waren die Abgeordneten nur unzureichend über die Inhalte und möglichen Folgen unterrichtet. Im Falle der Energiewende verhalf eine eilends einberufene Ethikkommission den Abgeordneten auf die Sprünge. Denn viele von ihnen hatten nur wenige Monate zuvor  eine völlig andere energiepolitische Entscheidung getroffen bzw. mittragen müssen.

Kommentare (55)

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MikeM

04.10.2011, 11:53 Uhr

Respekt für diesen Beitrag! Schlimm ist v.a. das das deutsche Volk schläft. Satt und fett, aufwachen wird es erst, wenn es zu spät ist.

Gugu

04.10.2011, 12:03 Uhr

Sehr treffender Beitrag. Die CDU wird dank Merkel untergehen. Sie wird auf die Bedeutungslosigkeit der italienischen DC sinken - und das ist gut so. Sobald endlich eine EU-kritische Partei entsteht, werden die Euro-Lemminge CDUCSUFDPSPDGRÜNE ihr blaues Wunder erleben. Dann ist hoffentlich bald Schluss mit dem absolutistischen pseudodemokratischen Gehabe dieser Parteien, die nicht mehr die Interessen Deutschlands und seiner Menschen vertreten.

elly

04.10.2011, 12:23 Uhr

..und es kam wie es kommen musste! Wer soll das denn noch bezahlen können? Dazu bedarf es keines Hochschulstudiums um zu kapieren, dass mit immer noch mehr Schulden ein Zusammenbruch vermeidbar wird.
Frau Merkel übersieht die Ausmasse nicht mehr und lässt sich von Beratern einlullen die ihr das Grauen vormachen, wenn nicht alles gerettet wird was nach "Kapital" riecht.

Am 15.Oktober wird auch in Deutschland auf die Strassen gegangen um endlich unsere Stimme zu erheben, das sollten die Medien verbreiten. Das hilft zwar momentan auch nichts aber vielleicht kapiert Merkel dann, dass "Volk" nicht gar so blöd ist wie sie das gerne meint!
Zur gesamten Euro-Krise sollte man sich genau anhören was die Engländer von sich geben! Die sind zwar auch hoch verschuldet, haften aber nicht auch noch für andere! Gut gemacht kann ich da nur sagen.
Der Euro wäre bei uns auch nicht eingeführt worden, wenn das Volk gefragt worden wäre! Jetzt dürfen wir alle bezahlen!

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