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22.02.2012

17:16 Uhr

Gauck-Gegenkandidatin

Linke will Nazi-Jägerin als Präsidentin

Durch ihre Ohrfeige für den damaligen Bundeskanzler Kurt-Georg Kiesinger wurde Beate Klarsfeld schlagartig bekannt. Nun könnte die Journalistin für die Linken bei der Bundespräsidentenwahl gegen Gauck antreten.

Beate Klarsfeld soll Linke-Parteichefin Lötzsch bereits zugesagt haben. dpa

Beate Klarsfeld soll Linke-Parteichefin Lötzsch bereits zugesagt haben.

BerlinDie Linkspartei will die Nazi-Jägerin Beate Klarsfeld als Kandidatin für die Wahl des Bundespräsidenten gewinnen. Es gebe Gespräche mit der 73-Jährigen, hieß es am Mittwoch in Parteikreisen. Es sei nicht ausgeschlossen, dass Klarsfeld gegen den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck antreten werde, der von Union, FDP, SPD und Grünen zum Nachfolgekandidaten für den zurückgetretenen Bundespräsidenten Christian Wulff nominiert wurde.

Damit bestätigten die Parteikreise einen Bericht von „Spiegel Online“, nach dem Parteichefin Gesine Lötzsch bereits mit Klarsfeld telefoniert haben soll. Der Sprecher der Bundestagsfraktion, Hendrik Thalheim, wollte keinen Kommentar abgeben. Eine Entscheidung über einen eigenen Kandidaten strebt der Parteivorstand bei einer Tagung mit Vertretern aus den Ländern für diesen Donnerstag an.

Beate Klarsfeld beschimpft während einer Bundestagssitzung Bundeskanzler Kiesinger als "Nazi" und "Verbrecher". dpa

Beate Klarsfeld beschimpft während einer Bundestagssitzung Bundeskanzler Kiesinger als "Nazi" und "Verbrecher".

Klarsfeld wurde über die Grenzen Deutschlands bekannt, als sie den damaligen Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger 1968 ohrfeigte. Die Journalistin wollte damit auf die Nazi-Vergangenheit des Kanzlers hinweisen. Klarsfeld hatte sich dafür engagiert, die nationalsozialistische Vergangenheit westdeutscher Politiker aufzudecken, und war deswegen auch wiederholt mit der Justiz in Konflikt geraten.

Von

rtr

Kommentare (15)

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Numismatiker

22.02.2012, 17:43 Uhr

Hoffentlich läßt sich Frau Klarsfeld nicht vor den Karren der LINKEN spannen, wie Herr Sodann vor zwei Jahren.

Daß die LINKE Herrn Gauck nicht wählen will, zeigt, wie sie denken...

Account gelöscht!

22.02.2012, 17:50 Uhr

Wenn man einige pupertierende Jugendliche, etliche V-Leute rausrechnet, gibt es keine ernstzunehmende Nazis in Deutschland. Das ist eine Phantasterei der Linken und der linken Presse als Strohpuppe gegen die Deutschen, damit man auf sie einhieben kann um sie unter permanentem Druck, klein und mit ewiger Schuld beladen willig halten kann.

Was mit diesem zwickauer Trio wirklich geschehen war wird tröpfenweise und medial ausschlachtend über Jahre in der Presse breitgetreten um das Thema künstlich am köcheln zu halten. Die Deutschen sollen endlich ihre hässliche Nazi-Fresse erkennen und ja nicht gegen Zuwanderung in die Sozialsysteme stimmen. Nein, das wird als sogenannter "Fremdenhass" und "Nazi-Extremismus" gebrandmarkt, obwohl es ein gesunder Reflex ist, unser steuerfinanziertes Sozialsystem zu schützen. Die aktuellen Politiker tun es (leider) jedenfalls nicht, wie die anstehende Abstimmung zum ESM/EFSF wieder beweisen wird.

IchWersonst

22.02.2012, 17:52 Uhr

Mar(gott) Honecker wäre für die Linke auch nicht schlecht. Oder Markus Wolf. die Frau Honecker müsste dann natürlich vorher Herrn Lafontaine Heiraten...

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