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04.07.2015

19:12 Uhr

GdL-Chef und die Medien

Weselsky hatte Angst um seine Familie

Das Meiste was über ihn berichtet wurde, habe er gar nicht gelesen, erklärt GdL-Chef Klaus Weselsky. Als in Medienberichten aber plötzlich seine Privatadresse auftauchte, habe er Angst um seine Familie gehabt.

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GdL, hatte nach der Veröffentlichung seiner Privatadresse in den Medien Angst um seine Familie. dpa

„Ich habe Angst um meine Frau gehabt“

Claus Weselsky, Chef der Lokführergewerkschaft GdL, hatte nach der Veröffentlichung seiner Privatadresse in den Medien Angst um seine Familie.

HamburgGdL-Chef Claus Weselsky hat sich wegen der teils sehr persönlichen Medienberichterstattung während der Bahnstreiks ernsthaft um die Sicherheit seiner Familie gesorgt. „Ich habe Angst um meine Frau gehabt“, sagte der Vorsitzende der Eisenbahngewerkschaft am Freitag auf der Jahrestagung des Netzwerks Recherche in Hamburg.

So habe er, nachdem Medien sein Haus gezeigt und seine Privatadresse veröffentlicht hatten, seine Frau für zwei Tage ins Hotel schicken müssen. „Am Ende des Tages ging es mir nur darum, dass meine Familie in Sicherheit war.“

Die Behörden hätten ihm selbst zudem Personenschutz angeboten. Auch sei der Staatsschutz eingeschaltet gewesen. „Plötzlich war ich mit der Terrorismusabteilung verbunden. Da kriegen Sie schon das Gefühl, dass irgendetwas nicht mehr stimmt in diesem Land“, sagte Weselsky. Vorgegangen gegen die nach Angaben von Medien-Anwalt Christian Schertz rechtswidrige und persönlichkeitsverletzende Berichterstattung sei er jedoch nicht. „Wir haben weder die Kapazitäten dafür noch die Zeit.“

Die Streiks der GDL

1. Warnstreik am 1. September

Drei Stunden im Personen- und Güterverkehr.

2. Warnstreik am 6. September

Drei Stunden im Personen- und Güterverkehr.

1. regulärer Streik am 7. und 8. Oktober

Neun Stunden im Personen- und Güterverkehr.

2. Streik am 15. und 16. Oktober

14 Stunden im Personen- und Güterverkehr.

3. Streik vom 17. bis 20. Oktober

50 Stunden im Personenverkehr und 61 Stunden im Güterverkehr.

4. Streik vom 6. bis 8. November

64 Stunden im Personenverkehr und 75 Stunden im Güterverkehr.

5. Streik vom 21. bis 24. April

66 Stunden im Güterverkehr, Dienstag (15 Uhr) bis Freitag (9 Uhr) und 44 Stunden im Personenverkehr, Mittwoch (2 Uhr) bis Donnerstag (21 Uhr).

6. Streik vom 4. bis 10. Mai

Bislang längster Streik in der Geschichte der Deutschen Bahn AG - 127 Stunden im Personenverkehr und 138 Streikstunden im Güterverkehr

7. Streik vom 19. bis 21. Mai

Die GDL streikt zunächst, ohne einen Endpunkt zu nennen – einigt sich aber am 21. Mai mit der Bahn auf eine Schlichtung.

Weselskys GdL und die Bahn hatten sich erst am Mittwoch nach einem ein Jahr dauernden Tarifkonflikt geeinigt. Der Schlichtung vorangegangen waren neun Streiks mit massiven Behinderungen für Bahnkunden. Für manche Medien wurde Weselsky deshalb zum meistgehassten Gewerkschafter und auch wegen seiner Hartnäckigkeit „Betonkopf“ oder der „Der Größen-Bahnsinnnige“ genannt. Sogar psychologische Probleme wurden im unterstellt. Weselsky betonte, das meiste davon habe er gar nicht gelesen. „Sie halten das nicht aus. Wenn Sie die Berichterstattung voll verfolgen, werden sie verrückt.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

06.07.2015, 10:44 Uhr

Herr Weselsky bekämpfte jeden in Deutschland. Erfährt man mehr über diese Person, fängt er an zu weinen statt sich schuldig zu bekennen und um Vergebung zu bitten! Solche Personen dürfen keine Führungsposition mehr in Deutschland erhalten, wie auch Politiker!!

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