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12.05.2012

18:15 Uhr

Gebäudesanierung

Handwerk wartet sehnsüchtig auf die Politik

Die Handwerker in Deutschland würden gerne sanieren, was das Zeug hält. Doch sie können nicht. Aus ihrer Sicht liegt das an der Politik, die sich nicht auf die Förderung der Gebäudesanierung einigen könne. Das sei inakzeptabel.

Das Handwerk will noch viel mehr Styroporplatten zur Wärmedämmung anbringen. dpa

Das Handwerk will noch viel mehr Styroporplatten zur Wärmedämmung anbringen.

LübeckDas Deutsche Handwerk hat eine politische Blockade wichtiger Vorhaben beklagt. Das Gesetz mit steuerlichen Anreizen zur Gebäudesanierung stecke seit sechs Monaten im Vermittlungsausschuss von Bundestag und dem SPD-dominierten Bundesrat fest. Das sagte der Generalsekretär vom Zentralverband des Deutschen Handwerks, Holger Schwannecke, den „Lübecker Nachrichten“. Dieser Umstand sei „völlig inakzeptabel“.

Mögliche Aufträge für das Handwerk würden deshalb nicht erteilt, große Chancen für Wertschöpfung und Klimaschutz und Beschäftigung blieben ungenutzt.

Schwannecke warf den SPD-Ländern vor, sie gingen an das Thema „kurzsichtig und rein haushalterisch“ heran. Dabei müssten die Bundesländer im nächsten Jahr lediglich auf 57 Millionen und die Kommunen auf 30 Millionen Euro an Steuereinnahmen verzichten. Trotzdem sei die Gebäudesanierung „kein Zuschuss-, sondern ein Gewinn-Geschäft“ für Bund, Länder und Gemeinden: Jeder Euro an Förderung löse rund neun Euro an privaten Investitionen aus.

Das Gleiche gelte für die Reform der Einkommensteuer und den Abbau der „kalten Progression“. Dieser kleine Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit dürfe nicht aus Parteitaktik verhindert werden, verlangte Schwannecke.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung war am Freitag mit ihrer ab 2013 geplanten Steuersenkung um jährlich bis zu 6,1 Milliarden Euro vorerst gescheitert. Die von SPD und Grünen geführten Länder fordern zur Gegenfinanzierung unter anderem eine Anhebung des Spitzensteuersatzes für Top-Verdiener von 42 auf 49 Prozent.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Island

12.05.2012, 21:56 Uhr

Kleiner Hinweis:

Es wurden nach den „Zusammenbruch“ der DDR, durch Subventionen aus „Westdeutschland“ aufwendig Plattenbauten renoviert.

Aber die Menschen strömten aus dem Land.

Die Plattenbauten wurden nach der Renovierung also abgerissen!

Ein gutes Geschäft oder?

Jetzt sollen wir wieder „Häuser“ renovieren und können viele dieser Häuser abreisen nach der Renovierung.

Wir haben doch derzeit den „Demografischen Wandel“.

Das wird doch dann auch wieder ein gutes Geschäft?

Planstellen-fuer-SPD-Genossinnen

12.05.2012, 22:42 Uhr

sed /"ZUWANDERER "//

wie in

unix@shell$ sed /PDS/"Die Linke"/

Wenn die deutschen weniger Kinder bekommen und die Eltern alle Kindergartenplätze hatten brauchen wir keine neuen Kindergärten zu bauen.

Account gelöscht!

13.05.2012, 09:00 Uhr

Der Sanierwahnsinn erzeugt:

- jede Menge Umweltmüll durch abgerissene Alt-Fassaden
- jede Menge Stromverbrauch zur Herstellung von Dämmstoffen
- jede Menge neuen Müll, weil auch der neue Dämmstoff irgendwann entsorgt wird
- jede Menge Treibgas in den Dämmstoffen, die entweichen bei Produktion und dann Jahrzehnte danach
- jede Menge Schwarzpilz und Felchten in Wohnungen und Mauern, wegen schlechter Trocknung und Verschiebung des Dampfdruckpunktes in die Mauern hinein
- Krankheitskosten wegen Frischluftmangels und wegen Schwarzpilz-Sporen und Flechten in der Atemluft
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Das alles nur, damit Schäuble von den Aufträgen ans Handwerk Umsatz-Steuer kassieren kann und zur Ankurbelung der WIrtschaft zur Herstellung von Dämmstoffen
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Dämmwahn - ablehnen !! Unser Klima wird immer wärmer in Nordeuropa, Dämmwahn ist unnötig. EU ist Inkompetent und korrupt - nur Dilettanten.

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