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11.11.2013

12:39 Uhr

Gebührenexplosion durch Rundfunkbeitrag

Halbe Milliarde Mehreinnahmen für ARD und ZDF

VonFelix Disselhoff
Quelle:Meedia.de

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten jammern, ihre Kassen seien leer. Laut einem Medienbericht haben ARD und ZDF hingegen mit einer Gebührenexplosion zu rechnen. Jetzt wird sogar eine Senkung des Beitrages diskutiert.

WDR-Intendant Tom Buhrow: Laut seiner Aussage fehlt allein dem Westdeutschen Rundfunk in den kommenden Jahren eine Milliarden Euro. dpa

WDR-Intendant Tom Buhrow: Laut seiner Aussage fehlt allein dem Westdeutschen Rundfunk in den kommenden Jahren eine Milliarden Euro.

Sind die Kassen der ARD wirklich so leer, wie es der neue WDR-Intendant Tom Buhrow vor Kurzem andeutete? Rund eine Milliarde fehle allein dem WDR in den kommenden Jahren. Dem widerspricht nun ein Spiegel-Bericht, wonach die Öffentlich-Rechtlichen mit einer Gebührenexplosion zu rechnen haben.

Bis zu 500 Millionen Euro mehr könnten ARD und ZDF durch die neue Rundfunkabgabe in dieser Gebührenperiode einnehmen. Deutlich mehr als bisherige Schätzungen von 120 Millionen. In Senderkreisen diskutiert man angeblich über die Senkung des Beitrages.

Das zusätzliche Geld soll vor allem durch die neue Regelung für Betriebsstätten eingenommen werden. Gegen eben diese Neu-Regelung will der Autovermieter Sixt klagen. Eigentümer Erich Sixt etwa sind für das vergangene Quartal und für seine 40.000 Mietautos 718.000 Euro vom Beitragsservice des BR in Rechnung gestellt worden.

Auch wenn die Zahlen noch nicht offiziell kommuniziert worden sind: Gibt es diese erheblichen Mehreinnahmen, dürfen die Sender sie nicht behalten. Tatsächlich könnte das Geld nun genutzt werden, um den Beitrag zu senken. Die ARD verweist derweil darauf, dass eine seriöse Bewertung erst Ende des Jahres möglich sei.

Allerdings würde die Sendeanstalt wohl auch kaum von den Mehreinnahmen profitieren. Die verantwortliche Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) hatte in den Büchern der ARD rund 300 Millionen Euro an Eigenmitteln und Einnahmemöglichkeiten entdeckt. Diese müssten erst realisiert werden, bevor die Beitragsgelder angerührt werden dürften. Auf diese Weise soll laut dem Spiegel das Defizit von rund 200 Millionen Euro für diese Gebührenperiode weitestgehend ausgeglichen werden.

Kommentare (10)

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Berlinjoey

11.11.2013, 13:32 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

11.11.2013, 13:49 Uhr

zur Europawahl wird die AFD satt Stimmen dazu bekommen !!

Account gelöscht!

11.11.2013, 13:52 Uhr

Es wird allerhöchste Zeit, daß da ein wenig aufgeräumt wird!!
Der NDR kauft in einer der besten Lagen in Hamburg rund um sich zu.
Nur wer tüchtig jammert und am lautesten Schreit bekommt seinen Mund gestopft - die Politiker habens ja so leicht, wir müssen zahlen. Nicht nur eine Senderflut der ÖR, nein, auch was dann an Gelder in die Gehälter, Pensionen etc.fließen... WAHNSINN !!!

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