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17.07.2014

03:38 Uhr

Geburtstagskind Merkel

Fußball-Trikot, Blumen – und ein halbes Ständchen

Es gibt sicher schönere Orte für Kanzlerin Angela Merkel, als in einem fensterlosen Sitzungssaal in Brüssel in den 60. Geburtstag zu feiern. Dafür gab es aber Blumen, Sekt und ein Fußball-Trikot für das Geburtstagskind.

„Happy Birthday, liebe Bundeskanzlerin“: Angela Merkel feiert ihren 60. Geburtstag und wurde beim EU-Gipfel in Brüssel bereits mit Blumen und einem Fußball-Trikot beschenkt. AFP

„Happy Birthday, liebe Bundeskanzlerin“: Angela Merkel feiert ihren 60. Geburtstag und wurde beim EU-Gipfel in Brüssel bereits mit Blumen und einem Fußball-Trikot beschenkt.

BrüsselAusgerechnet auf einem weitgehend enttäuschenden EU-Sondergipfel hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in ihren 60. Geburtstag hineinfeiern müssen. Aber sie bekam von den anderen 27 Staats- und Regierungschefs Blumen, zudem gab es Sekt.

Allerdings kein Ständchen, wie Merkel hinterher berichtete. Und als besondere Überraschung erhielt sie von den anderen EU-„Chefs“ ein Deutschland-Trikot mit Unterschriften als nächtliches Geschenk. „Aber nicht von den Spielern, sondern von den Teilnehmern des Europäischen Rates“, sagte Frankreichs Präsident François Hollande. Zuvor hatte sie beim Vortreffen der Europäischen Volkspartei bereits einen Fußball bekommen in Anspielung auf den Fußball-Weltmeistertitel.

Ratspräsident Hermann Van Rompuy twitterte auf deutsch: „Herzliche Gratulation an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum 60. Geburtstag.“ Fünf Stunden lang ging es um neue Sanktionen gegen Russland, die kritische Lage im Gazastreifen und den Postenpoker.

Die Karriere der Angela Merkel

1991

Im Januar wird die Vizesprecherin der letzten DDR-Regierung unter Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) mit 35 Jahren Bundesministerin für Frauen und Jugend. Im Dezember wird sie stellvertretende Vorsitzende der CDU, der sie erst 1990 beigetreten war.

1994

Im November tritt sie das Amt der Bundesumweltministerin an.

1998

Nach verlorener Bundestagswahl wird sie im November CDU- Generalsekretärin unter Partei- und Fraktionschef Wolfgang Schäuble.

1999

Im Dezember fordert Merkel ihre Partei angesichts der Parteispendenaffäre auf, sich von Altkanzler Kohl zu lösen.

2000

Im April wird Merkel als Nachfolgerin des zurückgetretenen Schäuble zur Parteichefin gewählt. Sie ist die erste Frau an der CDU-Spitze.

2002

Im Januar verzichtet Merkel nach langem Tauziehen zugunsten von CSU-Chef Edmund Stoiber auf die Kanzlerkandidatur, im September gewinnt die rot-grüne Koalition knapp die Bundestagswahl. Merkel wird Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und bleibt dies bis 2005.

2005

Die SPD will die Bundestagswahl vorziehen, CDU und CSU bestimmen Merkel im Mai zur Kanzlerkandidatin. Bei der Wahl im September verpasst die Union den angestrebten Machtwechsel zu Schwarz-Gelb – doch im November wird Merkel als Bundeskanzlerin einer großen Koalition vereidigt. Sie ist die erste Frau im höchsten Regierungsamt und mit 51 Jahren die Jüngste als Kanzler.

2009

Bei der Bundestagswahl im September reicht es für ein schwarz- gelbes Bündnis. Im Oktober wird Merkel zum zweiten Mal zur Kanzlerin gewählt.

2010

Merkel setzt Christian Wulff als Bundespräsidenten-Kandidaten durch, nachdem Horst Köhler Ende Mai seinen Rücktritt erklärt hat.

Januar 2012

Als Wulff im Februar ebenfalls zurücktritt, stimmt Merkel dem Vorschlag von SPD, Grünen und FDP zu, Joachim Gauck als Kandidaten für das Präsidentenamt aufzustellen.

Dezember 2012

Im Dezember wird sie zum sechsten Mal als CDU-Vorsitzende bestätigt - mit knapp 98 Prozent, ihrem bisher besten Ergebnis.

2013

Bei der Bundestagswahl im September gewinnen CDU und CSU, aber der bisherige Partner FDP schafft es nicht mehr ins Parlament. Die Union bildet mit der SPD erneut eine große Koalition. Im Dezember wird Merkel zum dritten Mal Kanzlerin.

Ein Journalist stimmte bei Merkels Abschlusspressekonferenz dann doch noch ein „Happy Birthday, liebe Bundeskanzlerin“ an. Allerdings machten viele andere Journalisten nicht so recht mit. „Da hätte ich mitsingen müssen, dann wär's besser geworden“, meinte Merkel. Um 1.35 Uhr war die Arbeit dann getan. „Gute Nacht. Danke für das Ständchen“, verabschiedete sie sich.

Am Donnerstagabend steht der in Hamburg geborenen und in der DDR aufgewachsenen Merkel dann eine größere Feier bevor. Rund 1000 Gäste werden dazu in der CDU-Parteizentrale in Berlin erwartet. Der Historiker Jürgen Osterhammel will dabei einen Vortrag über „Zeithorizonte der Geschichte“ halten.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Helmut Paulsen

17.07.2014, 09:54 Uhr

Ekelhafte Schleimerei !!!

Frau Margrit Steer

17.07.2014, 10:44 Uhr

Einfach nur Balla-Balla
Sind die gesamten europ. Reg.-Chefs verblödet, diese Frau so hochzujubeln?

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