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24.04.2015

15:50 Uhr

Gedenken ans Weltkriegsende

Steinmeier reist nach Stalingrad

Über 700.000 Menschen starben in der Schlacht von Stalingrad, das heutige Wolgograd wird am 70. Gedenktag sogar rückbenannt. Am 7. Mai wird Bundesaußenminister Steinmeier dort an einer Gedenkfeier teilnehmen.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reist zu einer Gedenkfeier in das für einen Tag rückbenannte Stalingrad. dpa

Weltkriegsende

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier reist zu einer Gedenkfeier in das für einen Tag rückbenannte Stalingrad.

MoskauBundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier wird am 7. Mai in Wolgograd an Gedenkfeiern zum 70. Jahrestag des Weltkriegsendes teilnehmen. Steinmeier trifft dort seinen russischen Kollegen Sergej Lawrow. Er will auch deutsche Soldatengräber besuchen. Am 9. Mai, dem offiziellen Feiertag zum Ende des 2. Weltkriegs in Europa, erhält die Stadt für einen Tag dann den Namen zurück, den sie während des zweiten Weltkriegs trug: Stalingrad. Ergänzend kommt der Titel „Heldenstadt“ hinzu.

Der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, sagte am Freitag: „Wir hoffen, dass dieses Treffen uns dabei hilft, nicht nur den bilateralen Dialog zu beleben, sondern auch mögliche neue Horizonte bei der Zusammenarbeit in internationalen und regionalen Schlüsselfragen zu eröffnen.“ Die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland sind wegen des Ukraine-Konflikts gespannt.

Aus dem Auswärtigen Amt wurde die Reise bestätigt. Drei Tage später - am 10. Mai - wird Bundeskanzlerin Angela Merkel in Moskau zu einer Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten erwartet.

Die Schlacht um Stalingrad gilt als ein Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg. Nach monatel angen Kämpfen hatte die deutsche 6. Armee am 2. Februar 1943 vor den sowjetischen Truppen kapituliert. Mehr als 700.000 Menschen wurden dort getötet.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Eberhard Steinweg

24.04.2015, 17:35 Uhr

Vor allem muss dran erinnert werden, dass die Deutschen in Stalingrad, wie auch in Leningrad, ungeheure Mengen Zivilisten getoetet haben.

Herr H.C. Becherle

24.04.2015, 17:57 Uhr

Der Vater meiner Mutter war Unteroffizier in der 6. Armee und ist im Winter 42/ 43 dort in der Gegend gefallen. Mir ist Stalingrad ( das übrigens ungefähr 72 Jahre zurückliegt) als Inbegriff von Fehlplanung & Inkompetenz deutscher Seite erklärt worden.

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