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17.06.2014

22:26 Uhr

Gegendemonstration

NPD-Demonstration endet mit Flucht in Landtag

Außer Kontrolle: Wütende NPD-Gegner demonstrierten gegen eine Kundgebung der Rechten. Die Polizei konnte die Lager nicht trennen und brachte Dutzende NPD-Mitglieder und -Anhänger im sächsischen Landtag in Sicherheit.

Polizisten führen einen Mann vor dem Sächsischen Landtag in Dresden (Sachsen) ab. dpa

Polizisten führen einen Mann vor dem Sächsischen Landtag in Dresden (Sachsen) ab.

DresdenIm Anschluss an eine Kundgebung der rechtsextremen NPD ist es am Dienstagabend in Dresden zu einem Zwischenfall gekommen. Nach Abschluss der Veranstaltung vor dem Haus der Presse flüchteten etwa 40 NPD-Mitglieder und -Anhänger vor rund 100 Gegendemonstranten in den nahe gelegenen Sächsischen Landtag. Beim Versuch, die Lager zu trennen, setzte die Polizei Pfefferspray ein.

Von mehreren Personen seien die Personalien festgestellt worden, sagte ein Sprecher. Festnahmen habe es nicht gegeben.

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Die zeitweilige Unterbringung der Rechtsextremen sei in Absprache mit dem Landtag erfolgt, in dem die NPD über Fraktionsräume verfügt. Der SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzende Martin Dulig sprach von einem unglaublichen Vorgang. „Da werden Feinde der Demokratie in das Haus der Demokratie gelassen“, sagte er nach Worten seiner Sprecherin. Die Lage beruhigte sich nach etwa einer Stunde. Die letzten Rechtsextremen verließen das Landtagsgebäude gegen 21.30 Uhr.

Von

dpa

Kommentare (3)

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18.06.2014, 07:42 Uhr

"Feinde der Demokratie werden in ein Haus der Demokratie gelassen" Das ist interessant, wenn der Linke Mob Demonstranten und alles und jeden angreift der nicht seiner Meinung ist. Demokratie ist bei den selbsternannten Moralwächtern offensichtlich Privatsache und erinnert mich immer mehr an islamistische Fundamentalisten, die anders Gläubige mit Gewalt bekämpfen.

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18.06.2014, 09:06 Uhr

Mein Mitleid mit den Nazis hält sich in Grenzen.

Neo-Nazis, Herrenrassevertreter, linke Gewalttäter, Salafisten, Islamisten … das sind von der Geisteshaltung her alles Brüder und Schwestern: Unwillig und/oder zu dumm, um die Welt zu verstehen und dennoch fühlen die sich auserwählt, jede andere Meinung mit Aggression und Gewalt zu unterbinden.

Prinzipiell ist es richtig, wenn die Polizei die jeweils angegriffene Gruppe schützt. Es muss klipp und klar sein, dass Gewalt in unserer Demokratie nicht als Mittel der Meinungsäußerung und Meinungsverbreitung akzeptiert wird. Vielleicht ist unter den Extremisten ja doch jemand, der noch die Kurve kriegt und irgendwann mal etwas Nützliches in seinem Leben vollbringt. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

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18.06.2014, 09:10 Uhr

Ich bin überhaupt kein Freund der NPD, aber so wie es aussieht wurden sie Angegriffen und daher gehören sie auch geschützt.
Wenn die Gegenseite so Akreseiv vorgeht, kann die Gegenseite auch nicht "Demokratisch" sein.
Und gerade, wo doch die SPD und Grüne eine Nazi Regierung in der Ukraine für legitim hält.
Durch einen Schlaganfall kann ich nicht besser schreiben.

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