Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.02.2006

19:12 Uhr

Geldwäsche- und Terrorverdacht

2005 wurden massiv Bankkonten überprüft

Die Behörden haben im Zuge der Anti-Terror-Gesetze und der Geldwäsche-Bekämpfung im vergangenen Jahr so viele Bankkonten überprüft wie nie zuvor.

HB BERLIN. Die Ermittler von Polizei, Finanz- und Zollbehörden sowie Staatsanwaltschaften nahmen 2005 nach Angaben des Bundesfinanzministeriums insgesamt 62 410 Kontenabfragen vor. Ein Jahr zuvor seien es noch 39 417 Abfragen gewesen. Fast zwei Drittel der Anfragen entfielen auf die Polizei, berichtet die „Süddeutsche Zeitung“ (Samstag).

Nach Angaben des Ministeriums durchleuchten die Ermittler die Konten vor allem, „um schwere bis schwerste Kriminalität zu bekämpfen“. Bei den Abfragen gehe es primär um Ermittlungsverfahren, „die einen Zusammenhang mit organisierter Kriminalität, Geldwäsche, Korruption, Betrug, Rauschgifthandel und Steuerhinterziehung aufweisen“. Das schreibt das Ministerium in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. 38 765 Abfragen seien von der Polizei vorgenommen worden, 7494 Mal prüften Staatsanwälte, 5160 Mal der Zoll und 10 008 Mal die Finanzbehörden.

Die Zugriffe auf die Kontendaten wurden im Zuge der Sicherheitsgesetze nach dem 11. September 2001 ermöglicht. Seit April 2005 dürfen die Finanzämter bei Kreditinstituten zudem die Bankverbindungen normaler Kunden erfragen, wenn sie diese der Steuerhinterziehung verdächtigen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×