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08.05.2014

06:26 Uhr

„Gemeinsame Krisenbewältigung“

Botschafter fordert fordert Energieallianz mit den USA

ExklusivDie Ukraine-Krise und der NSA-Skandal überschatten Peter Wittigs Amtsantritt. In seinem ersten Interview wirbt der neue Botschafter in den USA für Unabhängigkeit von Russland und sagt, wie er sich vor Spionen schützt.

Er hoffe auf eine „Renaissance der transatlantischen Beziehungen“, sagte Wittig in seinem ersten Interview nach Amtsantritt. Imago

Er hoffe auf eine „Renaissance der transatlantischen Beziehungen“, sagte Wittig in seinem ersten Interview nach Amtsantritt.

DüsseldorfDer neue deutsche Botschafter in Washington, Peter Wittig, sieht in einer Energieallianz zwischen den USA und Europa eine zentrale Lehre aus den Unruhen in der Ukraine. „Die einseitige Abhängigkeit von einem Energielieferanten abzumildern, ist ein wichtiges Thema der gemeinsamen Krisenbewältigung“, sagte Wittig im Interview mit der digitalen Tageszeitung Handelsblatt.

Bisher sind viele europäische Staaten von russischen Gasimporten abhängig, Deutschland etwa bezieht mehr als ein Drittel seines Erdgasbedarfs aus Russland. Künftig könnten die Amerikaner als Energielieferant einspringen. Daher sei es von großer Bedeutung, den transatlantischen Handel zu liberalisieren, so Wittig. Das Freihandelsabkommen TTIP, über das Amerikaner und Europäer derzeit beraten, „ist ein Weg, die Energiesicherheit Europas zu erhöhen.“

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Wittigs Amtsantritt wird durch die Nachwirkungen der NSA-Affäre überschattet. Wie aus den Akten des abtrünnigen Cyberspions Edward Snowden hervorgegangen war, hatten US-Geheimdienste gezielt nicht nur mutmaßliche Terroristen in Deutschland, sondern auch über Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere deutsche Spitzenpolitiker abgehört. Auch Wittig rechnet damit, ins Visier von Spionen zu geraten: „Wir haben Vorkehrungen getroffen, die mir erlauben auf sicheren Leitungen zu telefonieren - und die nutze ich auch.“

„Renaissance der transatlantischen Beziehungen“

Der Diplomat hofft, dass der vergangene Woche bei Merkels Besuch in Washington verabredete Cyberdialog zwischen Amerikanern und Deutschen, „die bestehenden Meinungsverschiedenheiten zumindest abzumildern“ kann. Aus dieser Zuversicht speist sich auch seine Hoffnung auf eine „Renaissance der transatlantischen Beziehungen“.

Obwohl erst eine Woche im Amt, hat Wittig in Washington bereits „eine Rückbesinnung auf die gemeinsamen Werte und Interessen“ festgestellt. „Es gibt in unserer multipolaren Welt mit vielen Machtzentren zwischen Europa und den USA eben doch die größte Übereinstimmung.“

Den ganzen Artikel finden Sie in der aktuellen Ausgabe von Handelsblatt Live.

Von

mok

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

08.05.2014, 08:28 Uhr


Ein unabhängiges Land betreibt eine unabhängige Energiepolitik, dies gilt vor allem für Deutschland und Länder der Europ. Union.
Mit US-Fracking Dominanz fallen wir auf mittelamerikanische "United Fruit Company Abhängigkeit" zurueck, leben unseren Bananenstaat voll aus.

Insofern gilt es einem Deutschen Beamten B9 keine besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Der Kerl steht auf einer Pay List. Zeit ihn mal in alle parlamentarische Senkel zu stellen. wer regiert eigentlich ?

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08.05.2014, 09:29 Uhr

"Das Freihandelsabkommen TTIP, über das Amerikaner und Europäer derzeit beraten, „ist ein Weg, die Energiesicherheit Europas zu erhöhen.“

Aus welcher transatlantischen Gehirnwaschanlage kommt denn der? Ist wohl eher so, dass die Abhängigkeit, Fremdbestimmung durch die Voyuere in Washington weiter wächst und die Demokratie zugunsten einer entgrenzten Herrschaft von Lobbygruppen und Konzernen Tür und Tor geöffnet wird, die uns weiter entmenschen und zu Konsum- und Arbeitssklaven als Anhängesel ihrer Industrie machen wollen. NEIN, NEIN, NEIN zu TTIP (wenn ich eine Handtasche hätte würde ich sie jetzt auf den Tisch knallen ;-)! Zurückfahren der Globalisierung, Europäisierung und kulturellen Gleichschaltung auf eine menschliches Maß!

Account gelöscht!

08.05.2014, 09:44 Uhr

"Wie aus den Akten des abtrünnigen Cyberspions Edward Snowden hervorgegangen war, hatten US-Geheimdienste gezielt nicht nur mutmaßliche Terroristen in Deutschland, sondern auch über Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere deutsche Spitzenpolitiker abgehört. "

Die USA begründeten alle diese Maßnahmen mit dem "Kampf gegen Terror". Gemeint war damit der Kampf gegen Terroristen.

Wenn jetzt bekannt ist, dass die USA Angela Merkel abhörten, dann wirft das Fragen auf.

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