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12.07.2012

13:57 Uhr

Genteste an Embryonen

Viel Kritik an Bahrs neuer Verordnung

Für Gesundheitsminister Daniel Bahr hagelt es Kritik von allen Seiten: CSU und Grüne bemängelten den neuen Verordnungsentwurf Bahrs zur Präimplantations-Diagnostik. Ein Kritikpunkt ist die geplante Ethikkommission.

Gesundheitsminister Daniel Bahr stellte heute eine neue Verordnung zur Präimplantations-Diagnostik vor. dapd

Gesundheitsminister Daniel Bahr stellte heute eine neue Verordnung zur Präimplantations-Diagnostik vor.

BerlinDie geplante Rechtsverordnung für Gentests an Embryonen stößt auf Kritik. Unions-Fraktionsvize Johannes Singhammer (CSU) beklagt am Donnerstag unter anderem, dass der Verordnungsentwurf von Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) keine zahlenmäßige Beschränkung der Präimplantationsdiagnostik-Zentren vorsehe.

„Damit wächst das Risiko, dass daraus auch ein Geschäftsmodell entwickelt wird, was wir immer vermeiden wollten“, sagte Singhammer der Nachrichtenagentur dpa. Nur in diesen Zentren soll die umstrittene Präimplantations-Diagnostik (PID) durchgeführt werden, bei der im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor der Einpflanzung in den Mutterleib auf mögliche Gendefekte untersucht werden.

Über den Antrag von Paaren auf einen entsprechenden Test sollen nach einem Bericht der Tageszeitung „taz“ spezielle Ethikkommissionen entscheiden - doch deren vorgesehene Besetzung stößt ebenfalls auf Kritik. Der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Jerzy Montag, befürchtet Grundsatzdebatten in den Kommissionen, weil die vorgesehenen Vertreter von Patienten- und Behindertenorganisationen keine medizinischen Fachfragen beantworten könnten. Singhammer, der ohnehin zu den strikten PID-Gegnern zählt, kritisierte hingegen, dass in den Gremien keine Kirchenvertreter vorgeschrieben seien.

Von

dpa

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