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28.04.2015

14:18 Uhr

Gerd Müller

Der YouTube-Minister

Gerd Müller gehört zu den Bundesministern, die der breiten Masse nicht gerade geläufig sind. Doch nun ist der CSU-Politiker schlagartig zum YouTube-Star aufgestiegen – mit einer kurzen Rede zum Global Citizen Earth Day.

Dieser Screenshot zeigt den Entwicklungsminister bei seinem Kurzauftritt.

Gerd Müller

Dieser Screenshot zeigt den Entwicklungsminister bei seinem Kurzauftritt.

BerlinMit einer kurzen Rede in bayerischem Englisch ist Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zum YouTube-Star avanciert. Das Video von Müllers fröhlicher Ansprache beim Konzert zum Global Citizen Earth Day – einer Veranstaltung im Kampf gegen Hunger und Umweltverschmutzung – am 18. April in Washington wurde binnen weniger Tage rund 130.000 Mal angeklickt. Von so viel Aufmerksamkeit können deutsche Entwicklungsminister meist nur träumen.

Müller sieht die spitzen Kommentare über seinen starken Akzent gelassen. „Die Botschaft kommt offensichtlich an – und darüber freue ich mich“, sagte er am Dienstag. Inzwischen existiert im Netz sogar ein Party-Mix im Raggamuffin-Sound mit dem O-Ton von Gerd Müller. Begeistert ruft der CSU-Politiker: „What a party“, „Let's change the world“ und „I love you all“. Der NDR produzierte eine Clubsound-Version, in der Müllers Appell „Together we are fighting for freedom and justice“ mit tanzbaren Beats unterlegt ist.

Die Meinungen zu dem Auftritt vor 270.000 Menschen in Washington, für den sich Müller ein enges T-Shirt über Hemd und Krawatte gezogen hatte, gehen auseinander. Während sich einige Kommentatoren im Netz über das eigenwillige Englisch des Ministers lustig machen, loben andere sein authentisches Auftreten.

Die Mitarbeiterin einer Organisation, die sich für die Bekämpfung von Hunger und Armut einsetzt, sagte: „Erst fand ich es ein bisschen peinlich, aber dann habe ich mir gedacht, was soll's, der ist wenigstens echt, und eine Welt ohne Hunger, das wollen wir ja schließlich auch.“


Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Helmut Metz

28.04.2015, 15:14 Uhr

Der vermutlich Nächste, der nach Brüssel entsorgt äääh hochgelobt wird. ;-)
Die auf nationaler Ebene unbrauchbaren Politiker dürfen dann -selbstverständlich für deutlich mehr Kohle - die EU-Bürger mit immer neuen (von Lobbyisten-Gruppen eingefädelten) hirnrissigen Verordnungen und Gesetzen gängeln und traktieren. Gell, Herr Oettinger?

Herr Franz Eugen Arnold

28.04.2015, 15:19 Uhr

sehr nettes video, ein authentischer Auftritt

Herr Jörg Rücker

28.04.2015, 15:57 Uhr

Eine subtile Mischung aus Emotion und Sachargumentation. Was haben wir für Spitzenpersonal in Berlin! Bundesregierung, Alaf!, you all!

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