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01.04.2017

12:11 Uhr

Gerhard Schröder

Altkanzler glaubt nicht an Rot-Rot-Grün

Eine Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei auf Bundesebene hält der ehemalige Kanzler Gerhard Schröder derzeit für unrealistisch. Er warnt Kanzlerkandidat Schulz, mit linken Inhalten Wahlkampf zu machen.

Der ehemalige Kanzler rät von einer Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei ab. dpa

Gerhard Schröder

Der ehemalige Kanzler rät von einer Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei ab.

BerlinEx-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hält auf Bundesebene eine Koalition der Sozialdemokraten mit der Linkspartei derzeit nicht für realistisch. „Ich glaube nicht, dass man das hinbekommt, solange die Familie Lafontaine in der Linkspartei tonangebend ist“, sagte Schröder dem Magazin „Der Spiegel“. Rot-Rot-Grün könne man erst machen, wenn bei der Linken „vernünftige Leute“ wie der thüringische Ministerpräsident Bodo Ramelow das Sagen hätten.

Ein Linksbündnis müsse zu Bedingungen der SPD realisierbar sein, meinte Schröder: „Wir erklären, wer Koch und wer Kellner ist.“ Der ehemalige Regierungschef warnte den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vor einer inhaltlichen Annäherung an die Linkspartei.

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Beim Koalitionsausschuss von CDU und SPD hätte es argumentativ zur Sache gehen können – das ist es nicht. Statt vom Boom zu profitieren, tut Schulz sich schwer gegen Merkel zu punkten. Eine Analyse.

Mit Parolen, die nach Lafontaine klängen, werde es der SPD nicht anders gehen als der Union auf der Rechten: „Dann wählen die Leute das Original und nicht das Plagiat“, argumentierte Schröder. Er sei ziemlich sicher, „dass Martin Schulz das ganz genau weiß“.

Sahra Wagenknecht, die Ehefrau von Ex-Linkenchef Oskar Lafontaine, ist designierte Spitzenkandidatin der Linkspartei für den Bundestagswahlkampf. Lafontaine wie Wagenknecht stehen für den betont sozialistischen Flügel der Linken, der unter anderem die Nato ablehnt und für einen Umbau der Wirtschaft eintritt. Schulz hat sich bislang für ein rot-rot-grünes Bündnis nach der Bundestagswahl im September offen gezeigt.

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