Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.03.2014

15:29 Uhr

Gerichtsurteil

Schavan verliert Prozess um ihren Doktortitel

Die ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan hat im Kampf um ihren Doktortitel auch vor Gericht eine Niederlage erlitten. Die Richterin weist die Anfechtungsklage zurück.

Klage abgewiesen

Schavan weiter ohne Doktortitel

Klage abgewiesen: Schavan weiter ohne Doktortitel

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

DüsseldorfDie ehemalige Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hat im Kampf um ihren Doktortitel auch vor Gericht eine Niederlage erlitten. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht wies am Donnerstag ihre Klage ab. Schavan hatte sich damit gegen die Aberkennung des Titels durch die Uni Düsseldorf vor gut einem Jahr wehren wollen. Sie selbst erschien am Donnerstag nicht - sie war zu der mündlichen Verhandlung auch nicht persönlich geladen.

Kurz vor der Entscheidung hatte Schavans Anwalt am Donnerstag noch Beweisanträge gestellt. Er wollte Schavans Doktorvater als Zeugen laden und durch das Gericht ein externes Gutachten zur wissenschaftlichen Zitierweise in den 1980er Jahren einholen lassen. Doch das Gericht unter Vorsitz von Richterin Simone Feuerstein lehnte die Beweisanträge als unerheblich ab.

Die Universität Düsseldorf hatte der 58-Jährigen vorsätzliche Täuschung vorgeworfen. Die Doktorarbeit mit dem Titel „Person und Gewissen - Studien zu Voraussetzungen, Notwendigkeit und Erfordernissen heutiger Gewissensbildung“ hatte sie 1980 eingereicht - mit 24 Jahren. Wenige Tage nach dem Titelentzug war Schavan als Bundesministerin zurückgetreten.

Von

dpa

Kommentare (11)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

20.03.2014, 15:51 Uhr

Täuschung bleibt eben Täuschung, da helfen keine Winkelzüge; Schavan wird zur großen Belastung für die CDU und sollte deshalb ihr Bundestagsmandat zurückgeben

Account gelöscht!

20.03.2014, 16:50 Uhr

Die Schavan ist doch ziemlich egal. Sie steht aber symptomatisch für alle diese Schaumschläger und schrägen Charaktere, vom Guttenberg bis zum Erdathi, Kohl bis Linssen, Scheuer bis Schmitz und wie sie alle heissen. Zu Möllemanns Zeiten hatten diese traurigen Gestalten wenigstens genug Restrückgrat, um aus dem Flugzeug zu springen. Mein Problem ist ein ganz anderes: Wie kommt es, dass die Deutsche dauernd solche Nieten wählen ?

Account gelöscht!

20.03.2014, 17:34 Uhr

Zitat:
"...Sie selbst erschien am Donnerstag nicht..."

In MERKELS Plagiatekabinett steckt offensichtlich nicht viel Selbstvertrauen. SCHAVAN hat damit verdeutlicht, dass sie selbst nicht viel von ihrer Doktorarbeit oder besser dem was davon uebrig geblieben ist, haelt.

Wenn sie nur einen Funken Moral und Anstand besaeße und als Vorbild für jüngere und nachfolgende Generationen dastehen wollte, dann waere sie jetzt auch so konsequent und wuerde von allen Mandaten zuruecktreten.

Dies ist aber nicht zu erwarten. Die Frau klebt an ihren Posten und meint immer noch, dass ihr Unrecht geschehen sei. Dabei kann sie sich ab heute auf die selbe Stufe auf der auch Guttenberg steht, positionieren.

Ob der Guttenberg heute auch so haemisch gegrinst hat, wie SCHAVAN seinerzeit zu MERKEL, als er nun von dem Urteil erfahren hat. Wir wissen es nicht, aber SCHAVAN bleibt jetzt ein Makel für die CDU

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×