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03.08.2014

21:24 Uhr

Geringe Beteiligung

Erste türkische Wahl in Deutschland beendet

Für die Türken in Deutschland war es eine Premiere: Zum ersten Mal konnten sie in der Bundesrepublik ihre Stimme für eine türkische Wahl abgeben. Doch die Euphorie scheint ausgeblieben zu sein.

Ein türkischer Wahlberechtigter kommt der Wahl aus dem Olympiastadion in Berlin: Kompliziertes Registrierungsverfahren. dpa

Ein türkischer Wahlberechtigter kommt der Wahl aus dem Olympiastadion in Berlin: Kompliziertes Registrierungsverfahren.

BerlinNach vier Tagen ist am Sonntag die erste türkische Wahl in Deutschland zu Ende gegangen. Rund 1,4 Millionen türkische Staatsbürger waren bundesweit aufgerufen, den neuen Präsidenten in ihrem Heimatland zu wählen. Dafür hatte die Türkei sieben riesige Wahllokale eingerichtet - im Berliner Olympiastadion und in großen Hallen in Hannover, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, München und Karlsruhe.

Mit Angaben zur Wahlbeteiligung hielten sich die türkischen Behörden zurück. Lediglich aus Düsseldorf gab es einen ersten Trend: Dort rechnete die Vizekonsulin damit, dass bis zu 25.000 der 260.000 Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben haben. Schon vorher war spekuliert worden, dass die oft weiten Wege ins Wahllokal und das komplizierte Registrierungsverfahren viele Wähler abschrecken könnten.

Es war das erste Mal, dass eine türkische Wahl in Deutschland stattfand. Bislang mussten die Wähler immer in ihr Heimatland reisen, um ihre Stimme abzugeben. Die Wahlurnen aus Deutschland werden nun in die Türkei geflogen. Ausgezählt werden sie erst nach dem 10. August, wenn auch dort die Präsidentschaftswahl stattgefunden hat.

Die Polizei hatte die Wahlen wie eine Großveranstaltung eingestuft und war an allen sieben Wahllokalen mit Einsatzkräften vor Ort. Am Sonntagmittag protestierten drei Männer vor dem Berliner Olympiastation gegen die Regierungspartei AKP des Ministerpräsidenten und Präsidentschaftskandidaten Recep Tayyip Erdogan.

Zwischenfälle gab es während der Wahl laut Polizei nicht. Für Unmut sorgte allerdings, dass die Türkei Journalisten den Zugang zu den Wahllokalen verweigert hatte. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) und der Journalistenverband dju werteten das als Eingriff in die Pressefreiheit.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Woifi Fischer

04.08.2014, 07:47 Uhr

Geringe Beteiligung Erste türkische Wahl in Deutschland beendet!

Wie kann es sein, dass ausländische Menschen in der BRD zur Wahl in ihrem Heimatland aufgerufen werden, und unsere Städte stellen Wahllokale zur Verfügung?
Ist die BRD jetzt ein Teil der Türkei?
Ich denke wir sind an einem Punkt angekommen, wo die etablierten Parteien erklären müssen, ob sie die BRD und deren Menschen, zugunsten der Türkei oder der EU opfern wollen, also dazu beitragen das wir deutsche vom Globus dieser Welt zu verschwinden haben???
Keine Wahlaufrufe oder Wahlveranstaltungen mehr in der BRD für ausländische Staaten.

Basta

Frau Margrit Steer

04.08.2014, 12:31 Uhr

Ja, scheinbar ist Deutschland längst eine türksiche Kolonie
Solche Dinge hat es noch unter keinem Kanzelr gegeben.
Aber Merkel ist an der Zerstörung unseres Landes offenbar enorm interessiert

Herr Günther Schemutat

04.08.2014, 12:45 Uhr

Die September Wahl war nur die Wahl von Stadthaltern Erdogans. Die wichtige Wahl fand nun zum ersten mal mit ausschliesslich Türken mit und ohne Doppelpass stand.

Die Wahllokale waren vom feinsten und nicht in alten ruter gekommenden Schulen.

Nun will SPD Stegner auch noch das alle Ausländer hier wählen dürfen und damit soll Deutschland entgültig fremdbestimmt werden. Als Befehlempfänger empfehlen sich ja alle Linken seit Jahren. neu ist die Union die aufgeschlossen hat.

Seine Diäten will Stegner aber noch von uns.

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